Richemont und Fachhandel

Diamantbericht...Die Hersteller von Luxusuhren und teurem Schmuck taten sich lange Zeit schwer mit dem Gedanken, ihre teuren Artikel auch über das Internet zu verkaufen. Dort lässt sich das sorgfältig aufgebaute und enorm wertvolle Markenimage nicht so leicht verteidigen, wie in edlen Verkaufsboutiquen der Konzessionäre. Doch inzwischen lassen viele Lieferanten ihre Maske fallen und verraten ihre bisherigen Abnehmer. Sie wenden sich dem neuen Vertriebskanal, allen voran Richemont. Der Konzern aus dem Kanton Genf, zu dem Uhren- und Schmuckmarken wie Cartier, Montblanc, IWC, Jaeger-LeCoultre oder Piaget gehören, besitzt mit Yoox Net-a-Por-ter (YNAP) einen eigenen Online-Händler. Und dieser wind künftig mit dem chinesischen Technologiekonzern Alibaba zusammenarbeiten. Wie Richemont mitteilt, werden YNAP und Alibaba ein strategisches Gemeinschaftsunternehmen gründen. Dieses soll Apps entwickeln, wobei Alibaba die technische Infrastruktur zur Verfügung stellt und sich um Zahlungsabwicklung und Marketing kümmert. Außerdem will Alibaba eine Plattform für den Verkauf von Uhren einrichten. Johann Rupert, Großaktionär von Richemont, gefällt das Projekt. Ob seine Konzessionäre im Fachhandel damit auch glücklich sind ist fraglich.

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