Artikel von Robert Brachfeld

Anlage-Diamanten

Nachdem Diamanten und Gold im Preis etwas nachgegeben haben ist es kein Wunder, dass eine Diskus­sion wieder aufkommt, die außer­halb von Krisen unter Anlegern ei­gentlich immer geführt wird: Was bringt es, Geld in Gold oder Diamanten anzulegen? Das glänzende Edelmetall bringt weder Zinsen noch Dividende. Und seine Lagerung ist, zumindest in jeder halbwegs professionellen Form, mit Kosten verbunden. Allerdings gibt es ein Argument, das für Gold spricht: Und das ist die Tatsache, dass nach allen histo­rischen Erfahrungen Gold auch in extremen Umbruchsituationen, in Kriegen und Krisen, nie ganz wertlos wird.

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Lebendiger Lebensraum gegen E-Commerce

Immer mehr Menschen kaufen bei Amazon, Zalando & Co. im Internet ein. Allein Zalando setzte im vierten Jahr seines Bestehens 510 Millionen Euro um und brauchte dazu nicht einen Quadratmeter Einzelhandelsfläche. Diese Umsätze fehlen dem stationären Ein­zelhandel. Unter den Leidtragenden sind insbesondere Schuh- und Buch­händler sowie die Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte. Unsere Handelswelt verändert sich in einem Tempo, das atemlos macht. Werden bald in Deutschland für viele Einkaufsstraßen die Sterbeglocken läuten? Werden bei uns Innenstädte veröden und riesige Immobilienwerte vernichtet? Dass der E-Commerce scheitert oder sich sein Wachstumstempo auch nur merklich verringert ist unrealistisch.

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Euro-Krise

Die Euro-Krise ist noch längst nicht ausgestanden. Aber bald könnte das Schlimmste hinter uns liegen. Vor über ei­nem Jahr hatten einige andere Beobachter vorgeschlagen, die EZB möge am Markt für Staatsanleihen eingreifen und die Anleihen der Staaten aufkaufen. Genau dies macht die EZB. Sie hat damit das Vertrauen gestärkt, dass es den Euro auch in einigen Jahren noch geben wird. Seit diesem Signal hat sich die Lage spürbar entspannt. Es mehren sich die Anzeichen, dass Deutschland dank der EZB gerade noch der Rezession entkommen kann, die sich bis dahin stark abgezeichnet hatte.

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Warnruf

Swatch kauft eine bekannte Schmuckkette. Na und. Warum soll das die mittelständischen Kollegen interessieren? Ganz einfach: Harry Winston ist noch nicht mit Filialen in Deutschland vertreten. Swatch dagegen schon. Also werden neue Läden entstehen, die für Konkurrenz im oberen Preisbereich sorgen. Da wo man noch gut Geld verdienen kann und die Kunden nicht so preisempfindlich sind. Wenn Swatch für Harry Winston das Dreiundzwanzigfache des Betriebsgewinns bezahlt, sollte das die Branche warnen. Das liegt sogar noch über dem Einundzwanzigfachen, das LVMH 2011 für Bulgari auf den Tisch legte. Und Bulgari ist inzwischen auch in Deutschland mit eigenen Läden vertreten.

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Naive Papier-Anleger

Auf der Suche nach einfach verdientem Geld begeben sich manche Menschen auf die merkwürdigsten Pfa­de. Der gesunde Menschenverstand bleibt dabei oft auf der Strecke. Anders ist es nicht zu erklären, dass Anleger auf einen Anruf eines ihnen unbekannten Börsenexperten mitunter ihr ganzes Hab und Gut in Aktien von Unternehmen investieren, von denen es oft nicht mehr als eine bunte Internetseite und teures Briefpapier gibt. Die Verlockung, einen womöglich genialen Tipp zu befol­gen, ist zu groß. Warum auch immer jemand so großherzig sein sollte, aus seinem Wissen nicht selbst Kapital zu schlagen sondern Fremde anzurufen, um sie daran teilhaben zu lassen, wird nicht hinterfragt.

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