Diamantenhändler angeklagt

Beny Steinmetz(63) wurde in Netanya in Israel als das vierte Kind von Rubin Steinmetz geboren. Im Alter von 21 Jahren ging Beny Steinmetz dann einen ähnlichen Weg. Dieser führte ihn nach Antwerpen, wo er in den Dienst des Diamantenhändlers Daniel Laub trat. Mithilfe seines Bruders Daniel gründete er schließlich die Steinmetz Diamonds Group und die Beny Steinmetz Group. Nach außen pflegt Steinmetz, dessen Vermögen Forbes auf 10 Milliarden Dollar schätzt und ihn damit zu einem der reichsten Männer Israels zählt, noch ein anderes Bild: das eines Philanthropen, dessen Stiftung sich für Bedürftige, darunter Kinder, einsetzt.  Jetzt geht es um einen Korruptionsfall in Guinea. Beim Erwerb von Rechten für die Ausbeutung von Eisenerz der Simandou Mine im Südosten Guineas im Jahr 2008 soll nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein. So soll Steinmetz 10 Millionen Dollar an Mamadie Touré gezahlt haben, die vierte Frau des 2008 verstorbenen Präsidenten Guineas Lansana Conté. Touré wurde zu Lebzeiten ihres Mannes als die Frau eingeschätzt, die den größten Einfluss auf Conté und seine Entscheidungen hatte. Die britische Zeitung „The Independent“ sprach 2013 vom „Korruptionsdeal des Jahrhunderts“. Steinmetz streitet indes alle Vorwürfe ab. Sein Anwalt nannte sie gegenstandslos. Bei einer Verurteilung drohen Steinmetz bis zu zehn Jahre Haft.

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