Expertisen für Synthesen??

Diamantbericht... Das Gemological Institute of America (GIA) veröffentlicht ein neues digitales Zertifikat für im Labor hergestellte Diamanten, die bestimmte Farb- und Reinheitsgrade aufweisen werden. Die Organisation, die derzeit nur lose Beschreibungen und Graduierungen für synthetische Diamanten anbietet, wird die neuen Expertisen Anfang des vierten Quartals 2020 vorstellen, hieß es am 11. August 2020. Der Dienst wird die beiden bereits bestehenden GIA-Reports über synthetische Diamanten mit einbeziehen. Die vollständigen Berichte, die für Steine mit einem Gewicht von 0,15 Karat und mehr erhältlich sind, werden eine 4C-Bewertung und Diagramme enthalten, die Reinheit und Proportionen zeigen. Die preisgünstigeren "Dossiers", die nur für Steine mit einem Gewicht von 0,15 bis 1,99 Karat erhältlich sind, werden nur die 4C-Bewertung und das Proportionsdiagramm aufweisen. Das Labor wird auch spezifische Farb- und Reinheitsgrade für synthetische farbige Diamanten anbieten. GIA begann 2007 mit der Bewertung synthetischer Diamanten und hat den Service seither stärker an das Angebot für natürliche Diamanten angepasst. Bis 2019 lieferte es nur Beschreibungen von Farbe und Reinheit. Ab dem 1. Juli 2019 begann GIA jedoch, den Bereich der traditionellen Farb- und Reinheitswerte anzugeben, auf den sich diese Beschreibungen bezogen - wie "D bis F" und "SI1 bis SI2". Das Institut ist nun einen Schritt weiter gegangen und argumentiert, dass eine verbesserte Transparenz den Verbrauchern und dem Handel zugute kommen wird. "Natürliche und synthetische Diamanten koexistieren heute nebeneinander und werden sowohl von Verbrauchern als auch vom Handel akzeptiert. Die Gewährleistung des Vertrauens der Verbraucher in die zuverlässigen, unabhängigen und maßgeblichen Einstufungsberichte des GIA für alle Diamanten kommt der Öffentlichkeit und der gesamten Edelstein- und Schmuckindustrie zugute. Wir glauben, dass das Wachstum der im Labor hergestellten Diamanten den gesamten Diamantenmarkt erweitern und neue Kunden anziehen wird", so CEO Susan Jacques.  Die Expertisen werden nur in einem digitalen Format verfügbar sein und ein aktualisiertes Design aufweisen, das sie von ihren Pendants für Naturdiamanten unterscheidet. Die in Kalifornien ansässige Organisation wird die Steine weiterhin mit der Laserbeschriftung und den Worten "laboratory-grown" neben der GIA-Reportnummer versehen, um eine weitere Unterscheidung von natürlichen Diamanten zu gewährleisten. Die Dokumente werden zudem einen Hinweis darauf enthalten, dass der entsprechende Diamant möglicherweise einer Nachbehandlung unterzogen wurde, um seine Farbe zu verändern, teilte GIA mit. Das GIA behalte die gleiche Gebührenstruktur wie bei der Klassifizierung von natürlichen Diamanten bei, da die Sortierarbeit die gleiche sei.

Aber wer braucht Expertisen für Synthesen??
DB fragt sich: Wer braucht eigentlich Expertisen für synthetische Diamanten, die man millionenfach schnell und immer billiger produzieren kann? Die Produktionskosten für verschieden Farben oder Reinheiten sind doch die gleichen. Also wird es nur noch synthetische Diamanten in den schönsten Farben und Reinheiten geben. Denn wer kauft schon einen synthetischen Diamanten, der eigentlich kein Diamant ist, mit Einschlüssen und dazu vielleicht noch schlecht geschliffen. Was meinen die DB-Leser dazu?

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