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„Made in Germany“ zahlt sich aus

Diamantbericht...Nicht erst seit dem glanzvollen Jubiläum der Pforzheimer Schmuck-und Uhrenindustrie im Jahr 2017 ist der Begriff Goldstadt wieder stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Die Traditionsindustrie gilt als Triebfeder für Innovationskraft, Veränderungswille, Präzision und Qualität. Deshalb werde sich die Schmuckindustrie nicht auf den Lorbeeren der Vergangenen 252 Jahre ausruhen, sondern setze konsequent auf die Digitalisierung, versichert Geschäftsführer Guido Grohmann vom Bundesverband (BV) Schmuck&Uhren. „Die Betriebe wollen die Effizienz in der Produktion erhöhen, auch die digitale Vernetzung in Marketing und Vertrieb ist ein großes Thema.“ In Kooperation mit dem Bundesverband werde das Thema Industrie 4.0 offensiv angepackt. Die Unternehmen hätten ihre Hausaufgaben gemacht und kräftig investiert.

Mit der Ausrichtung auf Qualität „made in Germany“ habe man weiterhin gute Chanchen, auf dem internationalen Markt zu bestehen. Mit der gemeinsamen Beteiligung auf den wichtigen Messen in Hongkong und Vicenza könne man punkten, so BV-Präsident Uwe Staib, der nicht davon hält, sich vom verhaltenen Konsumklima und dem häufiger beschworenen Krisenszenario verunsichern zu lassen. „Das Glas ist mit Sicherheit halbvoll.“ Bis Mitte vergangenen Jahres gingen die Umsätze in der Schmuckindustrie nach oben, sagt Grohmann. „Zuletzt war eine Seitwärtsbewegung erkennbar. Bei den Uhren ist es zuletzt etwas schwieriger geworden.

Ein Rückgrat der Branche seien die Pforzheimer Scheideanstalten. Kaum ein Rohstoff ist so unvergänglich wie Gold. Weil es schön, selten und wertvoll ist, wird es seit Jahrhunderten recycelt. Natürlich in Pforzheim, wo traditionell das Zentrum der Altgoldaufarbeitung liegt. Nach wie vor ist Pforzheim das Zentrum der deutschen Trauringproduktion. „Unsere Mitgliedsfirmen haben Nischen besetzt und setzten auf technische Funktion und unverwechselbares Design.“

Beim Juwelierkongress Anfang Oktober in der Goldstadt haben die deutschen Fachhändler die Gelegenheit die Vielfalt des Schmuckschaffens zu erleben. Neben Vorträgen und Erfahrungsaustausch können dabei auch Betriebe besichtigt werden. „Wir wollen mit dem Juwelierkongress einen Brückenschlag zwischen Industrie und Handel bewirken“, sagt Grohmann. „Die Veranstaltung wird von der Servicegesellschaft des BV Schmuck & Uhren und der Deutschen Schmuck und Uhren GmbH (DSU) gemeinsam mit dem Bundesverband der Juweliere (BVJ) organisiert.“

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