Nomos verliert

Nomos schrieb nun die Konzesionäre an, man werde nicht weiter mit den Online-Plattformen Chrono 24 und Chronext kooperieren. Der Fachhandel hat es erzwungen und gewonnen. Boykott-Aufrufe mehrerer Konzesionäre, publizistisch von Diamantbericht unterstützt,  machten die Runde. Es ging schnell ums Grundsätzliche, nämlich die Gefahren des E-Commerce und den dort grassierenden Graumarkt, der auf Margen und Stimmung drückt. Zwar wollte Nomos-Gründer Roland Schwertner(64) mit seinem Online-Ausflug eigentlich das Gegenteil erreichen: Festpreise auch im Netz. Aber andere Marken, etwa aus der Schweiz, folgten seinem Seitensprung ins Netz nicht. Und schlussendlich verkauften sich die nagelneuen Nomos-Uhren bei Chronext nicht mal. Schwertner hatte die Wahl: als einsamer Revolutionär untergehen oder in den Schoß der arrivierten Juwelier-Branche zurückzukehren. Ab 1. März war Schluss mit der digitalen Partnerschaft. „Damit nehmen wir unseren Fachhandelspartnern hoffentlich auch die Angst vor diesen Plattformen“, so Roland Schwertner, der die Auseinandersetzungen der letzten Monate als für die Branche existenziell erachtet. 

 

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