Wempe's Verrat!

Diamantbericht...Zusammen, auseinander, wieder zusammen – so richtig scheint man sich bei Wempe nicht entscheiden zu können, was Nomos angeht. Zumindest dann, wenn man den jüngsten Gerüchten innerhalb der Branche Glauben schenken darf, dass die beiden Unternehmen nun doch wieder zusammenarbeiten wollen. Das hieße, dass die Hamburger den Bann, mit dem sie die Glashütter Uhrenmanufaktur erst vor wenigen Monaten belegt haben, nun wieder rückgängig machen würden. Erstaunlich, denn begründet worden war die Trennung ja mit der neuen Online-Vertriebsstrategie von Nomos. Dass hier nun wieder zurückgerudert wird, kann eigentlich nur zwei Ursachen haben: Entweder hat sich Wempe-Chefin Kim-Eva Wempe in einer kühlen Stunde die Umsatzverluste ausgerechnet, die mit der Aufkündigung der Zusammenarbeit mit Nomos einhergehen, oder Nomos hat es durch finanzielle oder anderweitige Zugeständnisse geschafft, sich wieder als Haus- und Hoflieferant zu etablieren. Wie dem auch sei, ein Geschmäckle bleibt. Denn nicht wenige kleine Uhrmacher und Juweliere hatten darauf gesetzt, im Kampf gegen den übermächtigen Hersteller Nomos, einen umsatzstarken Verbündeten an ihrer Seite zu haben, der den Druck auf die Sachsen entsprechend erhöhen würde. Doch daraus wird nun nichts: Wempe scheint einzuknicken – ein fatales Signal für die Branche, denn wenn dem so ist, steht fest, dass es nahezu unmöglich ist, der Willkür der großen Hersteller und Labels noch etwas entgegenzusetzen. Schade um die vielen Hoffnungen, die mit diesem Signal eigentlich verbunden waren.

Herzlichst

Ihr Dipl. Kfm. Robert Brachfeld

DB-Herausgeber

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