Die Bilder vom Juli sahen dramatisch aus und das sollten sie auch: Großflächig waren die Schaufenster beim Juwelier Oeke/99423 Weimar am Markt abgeklebt: „Alles muss raus!“ und „Wir schließen!“ war da zu lesen. Doch das Traditionshaus war kein Corona-Opfer. Es ging nicht um eine Geschäftsaufgabe, sondern um dessen Zukunft.

In zwei Jahren steht bei der Inhaberfamilie Hollnack der Generationenwechsel an. Dieter Hollnack bereitet die Übergabe an seine Kinder Klemens und Karoline vor. Beide sind mittlerweile über sieben Jahre im Unternehmen.

Um den Juwelier fit für die Zukunft zu machen, entstanden bereits vor zwei Jahren Pläne, das 1991 eröffnete Ladengeschäft am Markt umfassend zu sanieren. Der Umbau war lange und sorgfältig geplant, als sich im März Corona breit machte.

Das schien alle Pläne auf den Kopf zu stellen. Am Ende setzte sich bei Familie Hollnack der Optimismus durch. Am 22. Juli schloss der Juwelier Oeke deshalb zum zweiten Mal binnen eines Jahres für fünf Wochen. Vom Fußboden über die Elektrik, den Ladenbau, die Sicherheit und die Schaufenster – nichts blieb beim Alten. Karoline Hollnack war mit hilfreichen Tipps ihres Vaters die treibende Kraft hinter dem Umbau.

Ihr persönliches Highlight im neuen Laden ist: „Unsere schöne Stadt! Wir haben einen ein mal zwei Meter großen Bilderrahmen geschaffen, in dem Weimars Schönheit im jahreszeitlichen Wechsel gezeigt werden soll.“

Den Anfang macht eine herbstliche Ansicht des Tempelherrenhauses vom Weimarer Fotografen Matthias Eckert. Das Konzept trägt bis zur sechsten Generation in 20 bis 25 Jahren, findet sie.

 

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