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Gute Geschäfte mit Diamanten

Der Diamant könnte wieder das werden, was er zu Marylin Monroes Zeiten war: "A girl’s best friend". Die Beratungsfirma Bain & Company und Antwerp World Diamond Center stellten fest, dass Diamanten insbesondere in China und den USA wieder stärker in Mode kommen, zumal unter der Generation der Millennials. Ein Grund dafür ist,

dass die jungen Chinesinnen  sich Diamantenschmuck nicht mehr einfach schenken liessen, sondern kaufen ihn mehr und mehr gleich selber. Und die solide Weltkonjunktur stüzte den Absatz vielerorts, von Japan über Indien bis zu den Tourismus-Hotspots in Europa.
Die Zahlen zeigen insgesamt, dass sich das Geschäft seit gut zwei Jahren neu zu beleben scheint – in allen Teilen der Diamanten-Wertschöpfung, also von den Minen über die Verarbeiter bis zum Schmuckhandel. «Dieser Trend wird sich voraussichtlich bis in die 2030er-Jahre fortsetzen», erwartet Josef Ming, Partner bei Bain und dort Experte für den Luxusmarkt.
Für die Bain-Experten ist dabei klar, dass sich die Diamantenbranche verstärkt auf junge Kunden konzentrieren soll – mit entsprechenden Folgen fürs Marketing. Die Frauen der Generation Z und die Millennials kaufen ihren Schmuck selber, wobei sie auch auf Influencer und Likes achten. Eine Frage wäre also auch, wie der Schmuckhandel eine wachsende Nachfrage über Online-Kanäle befriedigen könnte.
Ein weiterer massgeblicher Faktor: die synthetischen Diamanten. Sie hätten sich endgültig durchgesetzt, so Bain. Offensichtlichstes Indiz: Sogar De Beers, der alte Herrscher über den Diamantenmarkt, hat nun einen Shop zum Verkauf von Schmuck mit synthetischen Diamanten: Lightbox.
Zwar grassierte in der Branche lange die Sorge, dass die Synthesen den Nimbus des Diamanten ruinieren könnten – und den Markt kannibalisieren. Aber die Bain-Autoren entwarnen nun eher: "Gelingt es den Anbietern, die natürlichen Diamanten klar von den Laborsteinen abzugrenzen, indem Letztere beispielsweise als Modeschmuck verkauft werden, dürfte sich der negative Einfluss der Kunstdiamanten auf das Marktwachstum bis zum Jahr 2030 auf minus 5 bis minus 10 Prozent beschränken."
Die Vergleichszahlen dazu: Der globale Umsatz mit Rohdiamanten erreichte letztes Jahr 16 Milliarden Dollar. Mit synthetischen Diamanten dürften knapp 2 Milliarden Dollar weltweit umgesetzt worden sein – wobei die Experten hier recht starke Wachstumsraten um 5 Prozent prognostizieren. Mit der Folge, dass in fünf Jahren gut 5 Milliarden Dollar an Erträgen damit erzielt werden könnten.
Die Bain-Luxusfachleute erwarten andererseits bei den Rohdiamanten, dass der jährliche Absatz hier um etwa 2 Prozent zulegen wird – im Rahmen einer soliden Weltkonjunktur. Und dank dem Wachstum der Mittelklassen in China und Indien.

 

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