Ugur/50668 Köln

Diese Ganoven wussten ganz genau, wie sie an das Gold kommen. In der Nacht zum Donnerstag, 21.11.2019, stemmten die Schmuck-Diebe ein Loch in die Wand des Juweliers Ugur/50668 Köln und machten reiche Beute.

Allderdings hatten die Gangster nicht lange Freude an der Beute. Denn die Polizei fasste sie im Rahmen einer sogenannten Ringfahndung kurz nach dem Coup. Der Tatort: In einer Wand im rückwärtigen Bereich klaffte ein ziemliches enges Loch, durch das die Männer in das Schmuckgeschäft an der Weidengasse Ecke Eigelstein gezwängt hatten. Zuvor müssen sie einige Zeit mit Hämmern beschäftigt gewesen sein. Denn sie buddelten sich durch eine Wand, hinter der sich grade eine Baustelle befindet. Das müssen die Täter gewusst haben. Auch, wo sie graben müssen, um im Laden zu landen. 

Gesichert ist, dass die Täter (vermutlich drei Mann) den Alarm auslösten, als sie im Laden am Verkaufstresen eilig Goldschmuck (Ketten und Ringe) einpackten und dann mit einem Fahrzeug flohen. Die Polizei wurde umgehend über den Einbruch informiert - und löste Großalarm aus.

Laut eines Mitarbeiters haben die Täter Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro erbeutet. Am Morgen nach dem Einbruch kamen Polizisten vorbei, um die Aufnahmen der Überwachungskameras zu sichten.

Auf der Weidengasse war die Stimmung aufgewühlt. Die benachbarten Juweliere kamen zu dem Geschäft, um nach ihrem Kollegen zu sehen. Einer sagt: „Wir Juweliere sind leider oft Opfer von Einbrüchen.“

Letztlich wurden die Täter von einer Zivilstreife auf der A57 bei Longerich geschnappt. Die Kölner Polizei hatte zuvor Kenntnis von dem Aufenthalt der osteuropäischen Profi-Einbrecher erhalten. Die Beamten wussten nur nicht, wo die Täter genau zuschlagen würden. Daher die Überlegung: Wenn die Täter ins Rechtsrheinische fliehen, werden sie vermutlich die Zoobrücke oder Deutzer Brücke überqueren. Sollten sie Richtung Holland abhauen wollen, nehmen sie vielleicht den Weg über die Innere Kanalstraße Richtung A 57. Daher bewachten die Beamten diese neuralgischen Punkte und führten schwerbewaffnet Fahrzeugkontrollen durch.

Und die Beamten sollten Erfolg haben. Denn tatsächlich stoppten sie den Wagen mit zwei Tätern (32/35), die sich ohne Widerstand festnehmen ließen. Im Kofferraum lag Schmuck und entsprechendes Werkzeug. Ein dritter Täter soll noch auf der Flucht sein. Nach ihm wird gefahndet.

Bereits Mitte der 90er Jahre konnte die Polizei die sogenannte "Hahnwald-Bande" mit dem Brücken-Trick schnappen. Die brutalen Gangster, die später hohe Haftstrafen kassierten, nutzten stets nach ihren Raubüberfällen die Kölner Brücken für ihre Flucht. Eines Nachts wartete die Polizei auf der Mülheimer Brücke - die Falle schnappte zu.

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