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Erinnerungsdiamanten?

Diamantbericht...Anbieter von sogenannten Erinnerungsdiamanten schießen in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden. Sie versprechen Angehörigen ein einzigartiges Schmuckstück aus der Asche oder den Haaren eines geliebten Menschen anzufertigen: Einen synthetisch hergestellten Diamanten, sozusagen als Symbol für die Unvergänglichkeit der emotionalen Verbindung zwischen dem Toten und seinen Hinterbliebenen. Doch was sich auf den ersten Blick nach einer selbstlosen Geste für die Trauernden anhört, wirft auf den zweiten Blick jede Menge Fragen auf, die auch auf den schicken Webseiten der Betreiber nicht beantwortet werden. Eine davon ist, welches Material denn nun wirklich für die Herstellung des Diamanten verwendet wird. Ist es tatsächlich exakt der Kohlenstoff, der zuvor in einem Labor aus der Asche, den Haaren oder sogar Briefen gewonnen wurde? Und wie kann das bei einem Grundstoff wie menschlicher Asche, die Knochenreste, Fingernägel und Zahnbestandteile enthält, funktionieren? Wie kann man das Ganze als Angehöriger eigentlich lückenlos überprüfen – von der Abgabe der vermeintlichen Inhaltsstoffe bis zur Entgegennahme des synthetischen Steins? Ist dieser tatsächlich so individuell oder letzten Endes wird doch nur ein synthetischer Diamant den Angehörigen untergejubelt, den man auf dem Weltmarkt für einen Bruchteil des späteren Verkaufspreises kaufen kann? Und das mit Gewinnspannen, die in ihrer Höhe schon fast die Grenze zur Sittenwidrigkeit überschreiten. Wir sind an diesem Thema dran und werden in einer der kommenden Ausgaben Licht in dieses seltsame Geschäftsmodell bringen. Dann wird sich zeigen, wie lupenrein das Geschäftsmodell dieser Firmen wirklich ist.

Herzlichst

Ihr Dipl. Kfm. Robert Brachfeld

DB-Herausgeber

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