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Feine englische Art?

Diamantbericht...Markige Worte waren es, die Jean-Claude Biver, ehemaliger Chef der Uhrensparte von LVMH, da in einem Interview von sich gegeben hatte: Wenn Wempe über die Entscheidung von Nomos, nun auch über die Online-Plattformen Chrono24 und Chronext zu verkaufen, verärgert sei, so sei das verständlich, denn das Verhalten seitens Nomos sei nicht fair gewesen. Schließlich sei Nomos ohne Wempe „nichts“ gewesen. Und obwohl Wempe aus der Vergangenheit keine Einflüsse in der Zukunft ableiten könne, sei das Verhalten von Nomos „aus der Sicht eines Gentlemans fragwürdig“. Damit spielt Biver auf den Verlust der Exklusivität an, den Wempe in einem Statement auch explizit beklagt. Am Schlimmsten ist für die Hanseaten jedoch der Fakt, dass die Entscheidung ohne vorherige Absprache seitens ihres Partners Nomos getroffen worden war. Über diesen Stil zeigte sich Wempe gelinde gesagt irritiert und hat nicht gezögert, hieraus die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen. Die unter den Nomos-Händlern kursierende Petition verfolgt das gleiche Ziel: Die Bestellungen werden auf null zurückgefahren. Allein durch die beteiligten Händler entstehen der Glashütte Einnahmeverluste von über 2 Millionen Euro – plus die Ausfälle von Wempe. Wenn noch mehr Juweliere und Uhrmacher sich beteiligen, ist das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange – ist es das am Ende wirklich wert, Herr Schwertner?

Herzlichst

Ihr Dipl. Kfm. Robert Brachfeld

DB-Herausgeber

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