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Indien vor China

Diamantbericht... Indien steigerte seine Dominanz beim Schleifen von Diamanten im vergangenen Jahr aufgrund der relativ niedrigen Kosten, die dem Land einen Wettbewerbsvorteil gegenüber China verschafften, teilte Bain & Company mit. Die indische Diamantenindustrie wuchs 2017 um 11% und übertraf damit den chinesischen Markt, der um 2% zunahm. Dadurch hatte Indien einen Marktanteil von mehr als 90% gegenüber Chinas Anteil im niedrigen einstelligen Prozentbereich, so das Beratungsunternehmen in seinem Global Diamond Report 2018, der kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Antwerpen World Diamond Centre (AWDC) veröffentlicht wurde. Der indische Produktionssektor hat von billigeren Arbeitskräften, fähigeren Arbeitnehmern, dem technologischen Fortschritt und einem günstigen regulatorischen Umfeld profitiert. Diese Faktoren halfen laut Bain dem Land auch, den Abbau von großen Diamanten zu steigern. Der relativ einfache Zugang zu Finanzierungsmitteln trug weiter zum Anstieg 2017 bei, da Kredite es den Schleifereien ermöglichten, größere Rohdiamanten zu kaufen und zu verarbeiten. Während die Banken 2018 die Kreditvergabe verschärften, haben es die transparenteren und finanziell gesünderen Unternehmen geschafft, dieser Herausforderung zu begegnen.

Die Kosten in China sind auch im globalen Vergleich niedrig, aber immer noch höher als in indischen Zentren wie Surat. Die Schleifarbeiten in anderen Ländern, wie den USA, Belgien und Israel, gingen aufgrund hoher Kosten und einer alternden Belegschaft um 6% zurück, so der Bericht weiter. Afrika konnte aufgrund der geringen Produktivität und der relativ hohen Kosten keinen nennenswerten Marktanteil gewinnen. Die weltweiten Einnahmen aus der Diamantverarbeitung stiegen 2017 um 2%, wobei die Schleifereien Gewinnmargen von 1% bis 3% erzielten, teilte Bain mit.

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