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Welche sind umweltfreundlicher?

Diamantbericht... Die großen Diamant-Förderer haben sich geeinigt, welche Diamanten - natürliche oder synthetische - ethischer sind, und behaupten, dass ihr natürlicher Abbau in den Minen weniger als ein Drittel der Energie verbraucht, als zur Herstellung eines Diamanten in einem Labor benötigt wird. Die Aktivitäten der Unternehmen der Diamond Producers Association (DPA) haben durchschnittlich 160 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) pro 1 Karat geschliffener Diamanten im Jahr 2016 ausgestoßen, wie eine von der DPA in Auftrag gegebene und von Trucost ESG Analysis, einem Teil von S&P Global, durchgeführte Studie zeigt. Dem gegenüber stehen im Vergleich die geschätzten Treibhausgasemissionen von 511 Kilogramm CO2 pro 1 Karat im Labor erzeugter Diamanten.

In den letzten Jahren hat eine Debatte darüber stattgefunden, welcher Diamant umweltfreundlicher (oder schädlicher) ist, wobei viele Unternehmen aus dem Lager der synthetischen Diamanten behaupten, das umweltfreundlichere Produkt in ihrer Werbung zu haben. Im April 2019 warnte die Federal Trade Commission (FTC) mehrere Hersteller von synthetischen Diamanten davor, Angaben wie "umweltfreundlich", "umweltbewusst" oder "nachhaltig" ohne Einschränkung zu verwenden. "Dieser unabhängige Forschungsbericht bricht veraltete Stereotypen und Missverständnisse auf und identifiziert die nächsten Herausforderungen, die es zu meistern gilt, um sich als Branche weiterzuentwickeln und zu verbessern", so DPA-Geschäftsführer Jean-Marc Lieberherr am 2. Mai 2019.

Die DPA-Mitglieder haben sich Ziele zur Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks gesetzt, während die Organisation ihre Fortschritte bei der Erreichung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung überwachen wird. Der Bericht mit dem Titel "The Socioeconomic and Environmental Impact of Large-Scale Diamond Mining" hebt die Vorteile für die Mitarbeiter der DPA-Mitglieder, die Auswirkungen dieser Unternehmen auf die Gemeinden, in denen sie tätig sind, und ihre Umweltverantwortung hervor. Zusammen erwirtschaften die Firmen durch ihre Aktivitäten mehr als 16 Milliarden Dollar an sozioökonomischen und ökologischen Vorteilen, berichtete Trucost. Trotz erheblicher Fortschritte bei der Entwicklung verantwortungsbewusster und transparenter Praktiken in den letzten 15 Jahren ist die aktuelle Realität des Abbaus von Diamanten aber nach wie vor weitgehend unbekannt, so die Autoren. "Dieser Bericht bietet Zugang zu einem hochgradig untersuchten, aber weitgehend missverstandenen Sektor", heißt es weiter in dem Bericht.

Das DPA besteht aus sieben Unternehmen, zu denen Alrosa, De Beers, Rio Tinto und Petra Diamonds gehören. Dominion Diamond Mines, Lucara Diamonds und Murowa Diamonds sind die weiteren Mitglieder. 

 

 

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