Die Messe ist gelesen

Diamantbericht...40 Prozent weniger Besucher, ein Drittel weniger Aussteller – die wiederauferstandene INHORGENTA macht bei ihrem Post-Pandemie-Debüt keine sonderlich gute Figur. Kein Wunder, bedeuten 40 Prozent Besucherschwund in vier Tagen doch nicht weniger als 10.000 potenzielle Käufer weniger. Auch die Attraktivität der sich immer noch als „Europas führende Uhren-, Edelstein- und Schmuckmesse“ bezeichnenden Veranstaltung nimmt naturgemäß nicht zu, wenn mehr als 300 Aussteller ihr den Rücken kehren. Dazu kommen hausgemachte Probleme wie ein mangelhaftes Gastronomiekonzept, hohe Eintritts- und Cateringpreise sowie mehrfache Umsiedelungen von Ausstellern und Ständen, wie von Teilnehmern berichtet wurde. Auch das Parkraumkonzept missfällt vielen, die Schwierigkeiten haben, vernünftigen Zugang mit ihren Fahrzeugen zu erhalten. Eine Kollegin musste die Erfahrung machen, dass innerhalb der Messeverantwortlichen „die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut“. Wie sonst ist es zu erklären, dass ein Zugang, der eigentlich offen sein soll, bei Ankunft verschlossen ist? Solche Szenen sind nicht nur ärgerlich, sondern legen auch ein beredtes Zeugnis vom Umgang der etablierten Messegesellschaften mit ihren oft teuer zahlenden Kunden ab.
Aber auch das Hygienekonzept der INHORGENTA schien nicht immer wasserfest zu sein, Beispiel: Masken während der Ausstellungszeit wurden laufend per Lautsprecher empfohlen, doch die Party am Abend fand gänzlich ohne Maske statt. Das dürfte für einige Aussteller und Besucher irritierend gewesen sein.
Insgesamt also ein eher holpriger Neustart mit noch viel Luft nach oben, nicht nur für organisatorische Verbesserungen, sondern auch für mehr Diversität und einer höheren Anzahl bei den Ausstellern. Denn die sind schließlich das Salz in der Suppe auf jeder Messe.

Bleiben Sie gesund

Ihr Robert Brachfeld
DB-Herausgeber

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