Preistreiber

Diamantbericht...Die wirtschaftlichen Sanktionen der westlichen Welt gegen Russlands Rohstoffsektor lassen auch die Diamantbranche nicht kalt. Kein Wunder, stammt doch jeder vierte Stein aus russischer Produktion.

Die von den USA und ihren verbündeten Staaten durchgesetzten Sanktionen beinhalten unter anderem den Ausschluss aus dem SWIFT-System zur internationalen Zahlungsabwicklung. Doch damit nicht genug: Am 24. Februar 2022 nahm das US Office of Foreign Assets Control (OFAC) Alrosa in eine Liste menübasierter Sanktionen auf und setzte den CEO, Sergey S. Ivanov, auf die SDN-Liste (Specially Designated Nationals), die höhere Einschränkungen vorsieht. Damit werden Kapitaltransfers im Diamanthandel zwar nicht unmöglich gemacht, aber doch deutlich erschwert. Zudem weiß zur Zeit niemand genau, welche Maßnahmen in Zukunft noch möglich sind. Bereits jetzt beklagen sich indische Marktteilnehmer darüber, dass die Abwicklung von Zahlungen einen Unsicherheitsfaktor beim Geschäft mit Russland darstellt. 
Denn der Gefahr, dass bereits geleistete Zahlungen „eingefroren“ werden, will sich keine der auf dem Subkontinent ansässigen Schleifereien aussetzen. Auch in Europa sieht man die Entwicklung mit gemischten Gefühlen. So fürchtet man an den Diamantbörsen große Umsatzrückgänge, sollte der Westen ein Importverbot beschließen. Die Sorgen der Branche hinsichtlich einer mangelnden Verfügbarkeit von Rohdiamanten und geschliffenen
Diamanten sind daher angesichts des Rückgangs der weltweiten Bergbauförderung und der starken Verbrauchernachfrage nicht unbegründet. Dies dürfte die Preise deutlich nach oben treiben.

 

Wünschen wir uns weiterhin Gesundheit, Glück, Lebensfreude.

Ihr Diamantbericht

Robert Brachfeld, Herausgeber

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