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Eine atypische Salzwasserperle
Diamantbericht...Das Gemological Institute of America (GIA) hat kürzlich eine ungebohrte weiße, halb-barocke Perle aus Salzwasser untersucht.
Das Institut erhielt die 8,98 Karat schwere Perle in seinem Labor in Mumbai. Laut einem Artikel in der Winterausgabe der vierteljährlich erscheinenden Fachzeitschrift „Gems & Gemology” des GIA wies die Perle Dellen und Falten auf, wie sie auch bei Zuchtperlen zu finden sind.
Röntgenaufnahmen zeigten eine dichte innere Struktur, die für natürliche oder Zuchtperlen dieser Größe typischen Wachstumsmerkmale fehlten. Um die Perle weiter zu untersuchen, führte das Labor eine CT-Untersuchung durch, die einen subtilen Umriss zeigte, ein Merkmal, das mit einem möglichen Perlenkern übereinstimmt. Insgesamt deutet dies darauf hin, dass die Perle wahrscheinlich eine Zuchtperle ist, obwohl ihre innere Struktur ungewöhnlich ist.
Perlen aus Zuchtperlen sind in der Regel leicht zu identifizieren, da sie einen deutlichen dunkelgrauen Umriss des runden Perlenkerns aufweisen, der bei der Zucht verwendet wird, manchmal mit kleinen organischen Lücken. In diesem Fall hatte die Perle eine eher gemischte, gleichmäßig undurchsichtige Struktur, wobei der Perlenkern strahlenundurchlässiger erschien als eine herkömmliche Süßwasser-Muschelperle.
Die Perle reagierte nicht unter Röntgenfluoreszenz (XRF), was einen Salzwasserursprung bestätigte und darauf hindeutete, dass die Perle aus einem nicht standardmäßigen Material hergestellt wurde.
Es war schwierig, das für den Perlenkern verwendete Material eindeutig zu identifizieren, da die Perle keine Fluoreszenz oder Muschelstreifen aufwies und nur geringfügige Unterschiede in der Röntgenopazität zwischen dem Perlenkern und dem äußeren Perlmuttbereich zu erkennen waren.
Neue Methoden und Materialien zur Perlenzucht haben dazu geführt, dass einige Exemplare schwerer zu unterscheiden sind. In einigen Fällen kann die alleinige Verwendung von Röntgenaufnahmen zu Fehlidentifikationen führen. Der Einsatz von CT-Scans hat sich laut GIA als unerlässlich erwiesen, um diese schwierigen Perlen genau zu identifizieren.

