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Geschäftsaufgabe nach 36 Jahren
Diamantbericht...Nach 36 Jahren ist Schluss: Die in Bremen bekannte Goldschmiedin Kerstin Falk(60)/28195 Bremen wird ihr Geschäft in der Böttcherstraße Ende Mai 2026 schließen. So verkündete es Falk auf ihrer Homepage. Damit verliert die Stadt nicht nur ein Traditionsunternehmen. Auch viele Gäste und Einheimische werden den Blick durchs Fenster direkt auf den Arbeitsplatz der Kollegin wahrscheinlich vermissen.
1990, seitdem sich Kerstin Falk und ihr Mann Michael Falk in Bremens bekannter Flaniermeile niedergelassen hatten, war es Menschen möglich, einen ganz genauen Blick auf die Arbeit eines Goldschmiedes beziehungsweise einer Goldschmiedin zu werfern.
Daran, so berichtet sie im Gespräch mit dem "Weser Kurier", habe sie sich zwar anfangs gewöhnen müssen. Jetzt, wo feststehe, dass sie den nur 17 Quadratmeter kleinen Laden schließen wird, komme aber auch Wehmut auf. Und sehr wahrscheinlich werde sie den doch sehr direkten Kontakt zu den Schaulustigen etwas vermissen, sagte sie.
Einen konkreten Grund für die Geschäftsaufgabe nannte sie nicht. Es sei vielmehr eine Mischung aus privaten und unternehmerischen Überlegungen gewesen, die zum Entschluss geführt hatten. Ihr Mann hatte sich bereits 2022 in den Ruhestand verabschiedet und da sich niemand gefunden hatte, der den Laden übernehmen wollte, habe sie sich dazu entschieden, das Geschäft aufzugeben.
In den vergangenen Jahren seien immer weniger Kunden gekommen, die Wert auf ausgefallene Schmuckstücke legten. Erschwerend sei gewesen, dass es in den vergangenen 22 Jahren zu zwei Überfällen und 16 Einbrüchen kam, sagte sie. Auch das habe dazu geführt, nicht mehr mit voller Energie einen Nachfolger finden zu wollen.

