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Die Grimme-Preis-Trophäe

Diamantbericht...Eine Trophäe muss man erringen, im Fall des Grimme-Preises durch eine hervorragende Fernsehsendung. Seit 1964 wird die begehrte Auszeichnung für Qualitätsfernsehen jedes Jahr vom Grimme-Institut in Marl verliehen – an Regisseurinnen, Moderatoren, Autorinnen und Schauspieler etwa.

Außer Ruhm, Ehre und lobenden Worten gibt es bei der traditionellen Gala auch etwas in die Hand: die Grimme-Preis-Trophäe. Mit einigem Aufwand werden die silberglänzenden Objekte seit rund 50 Jahren von den Goldschmiedinnen Birgit Jirmann und Christiane Kühler(53),  Juwelier Brinkforth/45772 Marl handgefertigt.

Jährlich stellen sie etwa 40 bis 50 silberglänzende Trophäen her, je nach Anzahl der Preisträger. „Die Produktion läuft eigentlich das ganze Jahr lang“, erzählt Kühler, die schon seit zehn Jahren Grimme-Preise aus vier zugeschnittenen Metallstücken unterschiedlicher Größen zusammenbaut. Mit ihren runden Ecken erinnern sie entfernt an die früher verwendeten Fernsehbildröhren.

„Es sind viele Arbeitsgänge – alles von Hand.“ Die Metallplatten müssen entgratet, die Ränder geschliffen werden. Nach dem Löten werden die Platten ausgeglüht, damit die Spannung rausgeht. Dann wird gefeilt und geschmirgelt. „Und poliert. Immer wieder poliert. Das ist das Wichtigste. Sie müssen aussehen wie ein Spiegel.“

Am Ende gibt es eine Oberflächenvergütung, damit der Silberglanz nicht vergeht. Das Material ist eine Legierung namens Neusilber – die allerdings gar kein Silber enthält.

Entworfen hat die Trophäe der für seine Piktogramme bekannte Designer Otl Aicher (1922-1991). 2014 beschrieb der damalige Grimme-Direktor Uwe Kammann die Trophäe und sprach von „der Grundidee der offenen Bildschirme, die ideell um eine Achse rotieren“. Dies signalisiere: „Hier ist ein Medium in Bewegung, statisch und dynamisch zugleich, technikbezogen über den Glanz des Metalls, in allem ganz leicht und offen in der Anmutung, ein wenig spielerisch.“ Es sei eine zeitlose Skulptur.

Zurück in die Juwelier-Werkstatt. Am Ende steht die Trophäe auf einem Stück marmoriertem Stein. Auf kleine Metallplatten werden die Gewinnerrubriken graviert und natürlich der Name des Preisträgers oder der Preisträgerin. „Ein bisschen stolz bin ich schon, dass ich die anfertigen darf“, sagt Kühler.

In besonderen Kartons stehen die Preise schließlich auf rotem Samtstoff - bereit für die Verleihungs-Gala. Die nächste ist am 27. August.

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