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Apfel wird Schmuckstück

Diamantbericht...Ein Fachwerkhaus mitten in der Ohligser Fußgängerzone. Hier befindet sich neuerdings die Goldschmiede Pohlmann/42697 Solingen. Schon seit 50 Jahren gibt es sie, jetzt nur wenige hundert Meter weiter als am früheren Standort an der Düsseldorfer Straße. Über einen Monat wurde hier renoviert, gewerkelt und dekoriert – jetzt ist das Geschäft fertig und geöffnet. Klein aber fein. 

Die Wände und die Regale sind aus Apfelholz, die Vitrinen sind mit Moos ausgekleidet. Im Vorraum gibt es eine kleine Theke mit der Kasse, eine Sitzecke für Beratungsgespräche und hinten gibt es einen Einblick in die Werkstatt. Hier können die Kunden die Arbeit der Goldschmiedemeisterin Frauke Pohlmann und ihrer Kollegen sehen.

Neben dem klassischen Goldschmuck wird hier auch etwas einzigartiges hergestellt: der Apfelschmuck. Der Querschnitt des Kerngehäuses eines Apfels dient als Abdruck, daraus entstehen sternförmige Schmuckstücke, die auf den ersten Blick an Anis erinnern. „Ich fand es super spannend, etwas vermeintlich Banales wie so einen Apfel mal ganz anders zu betracheten“, erklärt die Goldschmiedemeisterin. Im Schmuck, in der Einrichtung, aber auch als Logo ist der Apfel bei der Goldschmiede präsent. „Ich wollte halt was anderes machen als die ganzen anderen Schmieden. Da wurde es dann der Apfel“, sagt Pohlmann. 

Auf die Idee mit dem Apfel ist Frauke Pohlmann während ihrer Ausbildung gekommen. „Ich habe auch erst ganz viel anderes Obst probiert, die Kiwi zum Beispiel, die hatte aber keinen so schönen Wiedererkennungswert, die Birne hat keine guten Abdrücke geliefert, so war ich dann irgendwann beim Apfel“, erzählt Pohlmann lachend. Weil sie so viel mit den Kerngehäusen probierte, blieben auch ganz schön viele Apfelreste übrig. „Es gab zu der Zeit einfach besonders oft Apfelkuchen“, so Pohlmann. 

Flächenmäßig hat sich die Goldschmiede zwar für den Verkauf etwas verkleinert, dafür befindet sich die Werkstatt im Geschäft und nicht in einem abgetrennten Raum. Zwischen Walze, Schleifmaschine, Lötkolben und Schweißgerät können die Kunden sehen, wie ihr Schmuck entsteht. In Zukunft ist auch geplant, dass Paare ihre Trauringe selbst schmieden können. Plätze zum Arbeiten gibt es genug. 

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