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UNESCO-Weltkulturerbe

Diamantbericht...Das Goldschmiedehandwerk in Österreich wurde kürzlich in das nationale Verzeichnis des UNESCO-Kulturerbes aufgenommen. In Niederösterreich sind aktuell über 50 Betriebe aktiv, doch an Nachwuchs mangelt es: Lehrlinge gibt es kaum, berichtet Goldschmiedemeister Edwin Peter Surin/A-3100 St. Pölten.

Als Grundlage des Handwerks nennt Surin drei zentrale Techniken: Sägen, Feilen und Löten. Diese Fertigkeiten hätten sich über Jahrhunderte kaum verändert und bildeten bis heute die Basis für die Herstellung von Schmuck. Ergänzend gehören auch Techniken wie Schmieden, Gravieren, Ziselieren, Treiben und das Fassen von Edelsteinen zum Berufsbild.

Goldschmiedearbeiten seien eng mit besonderen Lebensmomenten verbunden – etwa bei Geschenken oder Eheringen. Neben der Anfertigung übernehmen Goldschmiede auch Reparatur und Pflege von Schmuckstücken. Trotz neuer Technologien wie Laserschweißen oder 3D-Druck bleibt das Handwerk stark analog geprägt. Gerade die individuelle Handschrift der Goldschmiedinnen und Goldschmiede sieht Surin durch digitale Verfahren nur begrenzt ersetzbar.

Die Auszeichnung soll dazu beitragen, traditionelle Techniken zu bewahren und weiterzugeben. Historisch reicht die Bedeutung des Handwerks bis in die Zeit der Habsburger zurück. Dennoch hat Schmuck laut Surin in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung verloren, da alternative Geschenkideen wie Reisen an Attraktivität gewonnen haben.

Unverändert bleibt jedoch der Wert von hochwertigem Goldschmuck mit Edelsteinen. Die Aufnahme in das Kulturerbe sei daher eine wichtige Anerkennung für ein Handwerk, das für Beständigkeit, Wissen und Qualität steht. Die offizielle Präsentation fand im Dachboden des Stephansdom statt – ein Moment, den Surin als besonders bewegend beschreibt.

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