Geldwäsche

Die Anti-Geldwäsche-Einheit des Zolls hat im vergangenen Jahr so viele Verdachtsmeldungen verzeichnet wie noch nie (300.000). 2020lag die Anzahl noch bei 144 000, wie die Generalzolldirektion in Bonn berichtete. Ursache für den starken Anstieg ist unter anderem eine neue Verordnung zu meldepflichtigen Sachverhalten im Immobilienbereich. Sie trat im Oktober 2020 in Kraft und war 2021 erstmals ganzjährig wirksam. In der Gesamtzahl enthalten sind auch Verdachtsmeldungen mit einem potentiellen Bezug zur Terrorismusfinanzierung. In einem Fall setzte ein Landeskriminalamt nach einer Analyse der Financial Intelligence Unit (FIU) genannten Einheit rund 600 000 Euro Spendengelder fest. Sie waren auf ein Konto eines salafistischen Vereins geflossen, gegen den ein Verbotsverfahren lief. Die FIU ist die nationale Zentralstelle für Untersuchungen von möglichen Geldwäsche-Transaktionen. Sie sitzt in Köln und beschäftigt gut 630 Mitarbeiter. Der Immobiliensektor zieht nach Angaben von FIU-Leiter Christof Schulte Kriminelle an, die versuchten, ihre illegal erwirtschafteten Gewinne in Betongold zu investieren und auf diesem Wege sie reinzuwaschen.

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