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Douglas
Diamantbericht...Die Christ-Chefinhat in einem Interview mit dem „Spiegel“ die Schließung von mehr als 50 der 430 Filialen in Deutschland begründet. „Wir müssen handeln, um die Zukunftsfähigkeit des Filialgeschäfts insgesamt zu sichern“, so die Geschäftsführerin Tina Müller. Allerdings sehe sie auch eine Chance darin und wolle in die verbliebenen Filialen investieren. Zusätzlich zum Verkaufsgeschäft sollen dort nämlich künftig auch beispielsweise hochwertige Kosmetikbehandlungen angeboten werden und die Geschäfte zu „Event-Standorten“ werden. Das meldet „Der Spiegel“ vorab. Außerdem sollen die verbliebenen Filialen stärker ins Online-Geschäft eingebunden werden. Geplant ist laut Müller z.B. die Möglichkeit Produkte online zu bestellen und sie in einer Filiale abzuholen oder sich nach Hause liefern zu lassen – alles noch am selben Tag. So wolle man in drei bis vier Jahren 50 Prozent des Umsatzes online machen. „Ab 51 Prozent sind wir ein E-Commerce-Unternehmen mit Filialnetz. Das ist ein echter Perspektivwechsel“, so Müller. Bereits vergangene Woche hatte Douglas angekündigt, insgesamt 500 seiner Filialen (50 davon in Deutschland) schließen zu wollen. Nachdem Modehaus Adler und der Süßwarenketten Arko und Hussel, die beide Insolvenz angemeldet hatten, ist Douglas der nächste klassische Einzelhändler, der durch Corona in wirtschaftliche Schieflage gerät. Welche Standorte davon betroffen sind, ist derzeit noch nicht bekannt. Es dürfte aber wohl vor allem die Filialen in kleineren Städten treffen. Deren Fußgängerzonen leiden seit der Corona-Krise verstärkt unter einem enormen Filialsterben. Ende Januar will Konzern-Chefin Müller das Konzept dem Aufsichtsrat vorlegen. Hunderte Mitarbeiter könnten wegen der Schließungspläne ihren Job verlieren. Dieser Strategie scheint nun auch Douglas folgen zu wollen. Der Vertrieb und Verkauf über das Internet soll noch stärker ausgebaut werden.

