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Kering
Luca de Meo, der bisherige CEO der Renault Group, wechselt zu Kering und wird dort Chief Executive Officer. Diese Nachricht wurde am 16. Juni 2025 von Kering selbst bestätigt. Luca de Meo wird seinen Posten bei Renault zum 15. Juli 2025 niederlegen und anschließend die Führung des französischen Luxuskonzerns übernehmen. François-Henri Pinault, der bisher sowohl CEO als auch Vorsitzender des Verwaltungsrats war, wird weiterhin den Vorsitz des Verwaltungsrats innehaben.
Dieser Wechsel wird als wichtiger Schritt für Kering gesehen, insbesondere angesichts der jüngsten Herausforderungen bei einigen ihrer Marken, darunter Gucci. Man erhofft sich von de Meos Erfahrung in der Sanierung und Transformation von Unternehmen, die er bei Renault erfolgreich unter Beweis gestellt hat, eine Wiederbelebung des Geschäfts bei Kering.
Luca de Meo, der bisherige CEO von Renault, wird zum 15. Juli 2025 von seinem Posten zurücktreten und als neuer CEO zu Kering wechseln. Er übernimmt damit die Rolle von François-Henri Pinault, der weiterhin Chairman des Verwaltungsrats von Kering bleiben wird.
Marken, die zu Kering gehören:
Kering ist ein französischer Luxuskonzern mit einem breiten Portfolio an namhaften Marken. Zu den wichtigsten gehören:
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Mode und Lederwaren:
- Gucci
- Saint Laurent
- Bottega Veneta
- Balenciaga
- Alexander McQueen
- Brioni
- Valentino (Kering hält seit 2023 einen Anteil von 30 %)
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Schmuck:
- Boucheron
- Pomellato
- Dodo
- Qeelin
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Andere Bereiche:
- Kering Eyewear (Produktion und Vertrieb von Luxusbrillen)
- Kering Beauté (Entwicklung von Beauty-Produkten für die Konzernmarken)
- Creed (Duftmarke)
- Ginori 1735 (Porzellanmanufaktur)
- Maui Jim (Sonnenbrillen)
Ehemalige Uhrenmarken, die zu Kering gehörten, waren die Sowind Group mit Girard-Perregaux und Ulysse Nardin, die jedoch Anfang 2022 verkauft wurden.
Bedeutung für Schmuck- und Uhrenmarken:
Für die Schmuck- und Uhrenmarken im Portfolio von Kering könnte Luca de Meos Wechsel verschiedene Auswirkungen haben:
- Fokus auf Rentabilität und Wachstum: De Meo ist bekannt für seine strategische Neuausrichtung und Sanierungsprozesse in der Automobilindustrie. Es ist denkbar, dass er ähnliche Strategien anwenden wird, um die Performance der Luxusmarken, einschließlich der Schmucksparte, weiter zu optimieren und Wachstum zu fördern. Kering hat in der jüngsten Vergangenheit mit Umsatzrückgängen bei einigen ihrer großen Marken, wie Gucci, zu kämpfen gehabt. Das Schmucksegment zeigte sich hingegen als widerstandsfähig und wachsend.
- Stärkung des Schmucksegments: Da das Schmucksegment für Kering ein Lichtblick in einem teilweise schwierigen Marktumfeld war, könnte de Meo diesen Bereich weiter stärken und Investitionen tätigen, um das Potenzial von Marken wie Boucheron, Pomellato, Dodo und Qeelin voll auszuschöpfen. Dies könnte sich in neuen Kollektionen, erweiterten Vertriebsnetzen oder Marketinginitiativen äußern.
- Potenzielle Neuausrichtung bei Uhren (langfristig): Obwohl Kering seine Uhrenmarken vor einiger Zeit verkauft hat, könnte de Meos Expertise in der Führung großer Unternehmen und seine strategische Denkweise dazu führen, dass Kering in Zukunft eine erneute Betrachtung des Uhrensegments vornimmt, sollte sich der Markt entsprechend entwickeln und Synergien mit anderen Marken im Portfolio ergeben. Kurzfristig ist dies jedoch unwahrscheinlich, da Kering sich auf sein aktuelles Portfolio konzentriert.
- Betonung von Luxus und Exklusivität: De Meos Erfahrung im Premium-Segment der Automobilindustrie könnte dazu beitragen, den Luxusanspruch und die Exklusivität der Kering-Marken, insbesondere im Schmuckbereich, weiter zu schärfen und die Positionierung im High-End-Segment zu festigen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Luca de Meos Wechsel zu Kering als Versuch des Konzerns gesehen werden kann, eine Restrukturierung voranzutreiben und das Wachstum, insbesondere in schwierigen Zeiten, wieder anzukurbeln. Für die Schmuckmarken könnte dies eine stärkere Fokussierung und potenzielle Investitionen bedeuten, während eine Rückkehr ins Uhrengeschäft derzeit unwahrscheinlich ist, aber langfristig nicht ausgeschlossen werden kann.

