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Tiffany mit Rabatt?

Diamantbericht...Der französische Luxusgüterkonzern verhandelt einem Medienbericht zufolge mit der US-Juwelierkette Tiffany über eine Senkung des Übernahmepreises. Damit wollten die Unternehmen einer gerichtlichen Auseinandersetzung aus dem Wege gehen, berichtete die „Financial Times“ (FT) am Dienstag unter Berufung auf Insider.

Die Tiffany-Aktie machte auf die Nachricht hin einen Sprung und lag in einem schwachen Markt 4,3 Prozent höher. Die LVMH-Aktie zeigte sich wenig auffällig.

LVMH wollte Tiffany ursprünglich für mehr als 16 Milliarden US-Dollar kaufen. Nach Beginn der Corona-Krise bekamen die Franzosen kalte Füße und versuchten die Übernahme abzublasen. Tiffany pocht indes auf Einhaltung der Vereinbarung. Die Konzerne haben sich gegenseitig verklagt, der Konflikt soll im kommenden Jahr vor Gericht gehen. 

Jetzt sei Tiffany bereit, einen niedrigeren Preis als die ursprünglich avisierten 135 US-Dollar pro Aktie hinzunehmen, hieß es in dem Bericht weiter. Allerdings müsse der Preis über 130 Dollar pro Aktie liegen und LVMH müsse von anderen Änderungen absehen. Die Franzosen seien für die Diskussion dieser Bedingungen grundsätzlich offen. 

Nun steht fest, Tiffany kommt den Franzosen so weit entgegen, dass diese 425 Millionen US-Dollar weniger bezahlen müssen. Der offiziellen Mitteilung zufolge wird der Kaufpreis für die US-Juwelierkette nun auf 131,50 statt 135 USD pro Tiffany-Aktie festgelegt.

Ein Rosenkrieg wäre kontraproduktiv für das Hochglanz-Image des US-Juweliers, der eine gute Ergänzung für das Luxusmarken-Sammelbecken Louis Vuittons wäre. Durch Tiffany könnte der LVMH-Konzern seine Pläne in die Realität umsetzen, die Schmuck- und Uhrensparte mit Weltmarken wie Tag Heuer zu erweitern sowie seine Präsenz in den USA zu stärken.

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