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Zeitumstellung in Mainz
Diamantbericht...Im Juweliergeschäft Wagner-Madler/55116 Mainz werden zur Zeitumstellung 100 Uhren von Sommer- auf Winterzeit gestellt – ganz schön viel Arbeit, auf die der Kollege gerne verzichten würde.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden die Uhren um eine Stunde zurück auf Winterzeit gestellt. Das bedeutet für die meisten von uns vor allem eine Stunde mehr Schlaf. Für die Mitarbeitenden im Juweliergeschäft Wagner-Madler/55116 Mainz aber heißt das: Sie müssen richtig Hand anlegen.
Und zwar an sage und schreibe 100 Uhren. Die stellen sich nämlich nicht wie Funkuhren einfach selbst auf die jeweils richtige Uhrzeit ein, sondern müssen von Hand gestellt werden.
Zweimal im Jahr bedeutet das für Juwelier Richard Sebastian Wagner und sein Team: Handschuhe anziehen, jede Uhr einzeln aus der Dekoration holen, auf die passende Zeit einstellen und vorsichtig wieder zurücklegen. Lachend sagt er, das sei wie eine kleine Strafarbeit, die jeder mal übernehmen müsse.
Alle Uhren, die per Batterie betrieben werden, müssen so von Hand umgestellt werden. Bei denen, die ein mechanisches Uhrwerk haben, ist das nicht nötig. "Die stehen generell auf zehn nach zehn", erklärt der Juwelier. Denn auf diese Zeit eingestellt, sehen die Zifferblätter aus, als würden sie lächeln. Schließlich will man den Kunden gute Laune machen.
Dadurch, dass die mechanischen Uhren immer auf derselben Uhrzeit stehen, gibt es auch keinen Verschleiß, so Wagner. Erst wenn sie verkauft sind, werden sie gestellt und beginnen zu ticken.
Und was hält der Juwelier selbst von der Zeitumstellung? Nicht viel, räumt Wagner ein. Die Uhren umzustellen, sei kein großes Problem. Das mache zwar Arbeit, aber die sei überschaubar.
Aber er persönlich würde trotzdem sofort auf die Zeitumstellung verzichten: "Im Straßenverkehr gibt es Probleme, wenn es plötzlich früher dunkel ist, ich habe zwei Kinder, die sich jedesmal umstellen müssen und auch mein eigener Biorhythmus kommt einfach zweimal im Jahr durcheinander."
Vorerst müssen sich Wagner und sein Team aber weiterhin zweimal im Jahr die Arbeit machen und 100 Uhren von Hand umstellen.

