- Kategorie: Geschliffene Diamanten
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Diamant-Versorgung
Diamantbericht...Die aktuelle Eskalation im Nahen Osten trifft die Diamantenbranche im März 2026 an ihren empfindlichsten Nervenpunkten, da die Region als unverzichtbare Drehscheibe zwischen den Minen in Afrika und den Schleifereien in Indien fungiert. Besonders kritisch ist die Lage in Dubai, dem mittlerweile weltweit größten Umschlagplatz für Rohdiamanten. Durch die jüngsten Raketenangriffe und die weitgehende Schließung des Luftraums über den Emiraten ist der physische Warenstrom nahezu zum Erliegen gekommen. Da Diamanten aufgrund ihres hohen Wertes fast ausschließlich per Flugzeug transportiert werden, führen Flugausfälle und die Aussetzung von Frachtverbindungen zu einem sofortigen Versorgungsstopp für die indische Industrie in Surat, die etwa 90 % aller Steine weltweit verarbeitet.
Auch in Israel, einem Zentrum für den Diamanthandel, herrscht Ausnahmezustand. Die israelische Diamantenbörse in Ramat Gan operiert nur noch im Notfallmodus, während internationale Einkäufer aus Sicherheitsgründen die Region meiden. Dies hat bereits dazu geführt, dass große Rohdiamant-Auktionen (Tenders), die ursprünglich in Dubai oder Tel Aviv geplant waren, kurzfristig nach Antwerpen verlegt werden mussten. Diese logistischen Umwege und die massiv gestiegenen Versicherungsprämien für Kriegsgebiete treiben die Kosten für Naturdiamanten in die Höhe, während die Planbarkeit für Juweliere weltweit sinkt.

