- Kategorie: Geschliffene Diamanten
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"Origin" ohne Juweliere
Diamantbericht...Die neue geschliffene Diamanten-Marke „Origin“ der De Beers Group, die Transparenz durch Herkunftsgarantie verspricht, sorgt im deutschen Juwelierhandwerk für scharfe Kritik. Während das Unternehmen mit dieser Strategie den Wert des natürlichen Diamanten stärken will, sehen sich unabhängige deutsche Fachhändler ausgebootet und warnen vor einer gefährlichen Marktverzerrung. Im Fokus der Empörung steht der exklusive Rollout in Deutschland: Nach DB-nformationen profitiert hierzulande vorerst nur die Juwelierkette Wempe. „De Beers liefert die Munition für diesen Kampf nur an die Big Player. Das ist eine Marktverzerrung, die wir uns nicht leisten können“, kritisiert ein führender Branchenvertreter anonym. Die Befürchtung des Mittelstands: Wenn Kunden das „Origin“-Zertifikat als einzigen Garanten für Vertrauen und Herkunft anerkennen, verlieren Juweliere ohne Zugang zu dieser Marke massiv an Wettbewerbsfähigkeit. Die Einführung von „Origin“ ist die Antwort von De Beers auf den Preisverfall bei lab-grown Diamanten, nachdem das Unternehmen sein eigenes LGD-Schmucklabel (Lightbox) eingestellt hat. Mit „Origin“ kontrolliert De Beers nun die gesamte Wertschöpfungskette – von der Mine bis zum geschliffenen Stein. Kritiker sehen darin weniger den Wunsch nach reiner Transparenz, sondern vielmehr einen neuen Hebel zur Dominanz des Endkundenmarktes. Sie werfen dem Konzern vor, die exklusive Marke zu nutzen, um strategische Partner zu stärken und den unabhängigen, mittelständischen Juwelier im wichtigen deutschen Luxusmarkt systematisch zu schwächen. Die „Origins Strategy“ mag den Wert des Diamanten steigern – doch zu welchem Preis für den Fachhandel?

