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Ekapa meldet Insolvenz an
Diamantbericht...Das südafrikanische Diamantenunternehmen Ekapa Mining hat eine Woche, nachdem fünf Bergleute in einem Erdrutsch verschüttet worden waren, Insolvenz angemeldet.
Der Vorfall ereignete sich am 17. Februar in der Ekapa-Mine in Kimberley, der Hauptstadt der südafrikanischen Provinz Nordkap, als laut einem Bericht der Associated Press eine plötzliche Wasser- und Schlammflut einen Teil des unterirdischen Abschnitts der Lagerstätte überschwemmte und den Zugang zur untersten Bergbauebene in etwa 800 Metern Tiefe versperrte.
Die Eigentümer der Mine, Ekapa Resources und Ekapa Minerals, gaben an, dass trotz Rettungsbemühungen, einschließlich Bohrungen und fachmännischer Begutachtungen, die Stollen mit Schlamm und Wasser gefüllt waren, sodass ein Überleben unmöglich war.
Das Bergbauunternehmen kündigte außerdem die sofortige Schließung der betroffenen Mine an und beantragte bei Gericht die Einleitung eines Insolvenzverfahrens. Die Entscheidung sei gefallen, nachdem eine interne Überprüfung ergeben habe, dass das Unternehmen angesichts des anhaltenden weltweiten Abschwungs auf dem Diamantenmarkt und der jüngsten Tragödie nicht mehr in der Lage sei, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
„Unser unmittelbarer Fokus liegt darauf, die Geschäftsführung von Ekapa, den betroffenen Betrieb, seine Mitarbeiter und deren Familien zu unterstützen. Die Suche nach den fünf Personen, die bei der Schlammlawine als vermisst gemeldet wurden, hat oberste Priorität“, sagte Mzila Mthenjane, CEO des Minerals Council, einer Interessenvertretung im Bergbausektor.
Die parlamentarische Studiengruppe für Mineral- und Erdölressourcen des African National Congress (ANC) untersucht den Schlammlawinenvorfall und hat die Ekapa-Gruppe aufgefordert, den Grundwasserspiegel zu senken und die Such- und Rettungsaktion für die fünf noch verschütteten Bergleute unverzüglich abzuschließen. Das tragische Ereignis in der Mine mache deutlich, dass viele Bergleute bei ihrer täglichen Arbeit hohen Risiken ausgesetzt seien, erklärte die Gruppe.

