- Kategorie: Rohdiamanten
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Violetter Diamant
Diamantbericht...Das Gemological Institute of America (GIA) hat kürzlich einen violetten Diamanten untersucht, der einer Farbbehandlung durch Bestrahlung unterzogen war.
GIA erhielt einen violetten Rohdiamanten vom Typ Ib mit einem Gewicht von 3,93 Karat zur Analyse in seinem Labor in Dubai. Der Stein wies laut einem Artikel in der Frühjahrsausgabe der vierteljährlich erscheinenden Fachzeitschrift des Instituts, „Gems & Gemology“, interessante Wachstumsmuster auf.
Die Ergebnisse zeigten, dass der Diamant einer Farbbehandlung unterzogen worden war. Diese umfasste eine Kombination aus Bestrahlung und anschließendem Glühen bei niedriger Temperatur, was GIA aufgrund der intensiven Farbgebung des Steins, seines Diamanttyps und der Stickstoff-Leerstellen (NV)-Zentren feststellte, um eine leuchtend violette Farbe zu erzielen, wie das Institut erklärte.
DiamondView-Aufnahmen zeigten interessante Muster, die weitere Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Diamanten lieferten. Unter tiefem ultraviolettem (UV) Licht war ein dunkler, nicht fluoreszierender Bereich sichtbar, der einem Pfeil ähnelte, der auf das Profil eines länglichen Diamanten zeigte. Der Rest des Diamanten wies eine leuchtend orangefarbene Fluoreszenz auf, die wahrscheinlich mit NV-Defekten in Zusammenhang stand. Dieses ausgeprägte Muster deutete auf mehrere Wachstumssektoren hin, die sich während des natürlichen Wachstums des Diamanten gebildet hatten.
Eine violette Färbung bei Diamanten wird häufig auf Transmissionsfenster im blauen und roten Bereich des sichtbaren Spektrums zurückgeführt. Bei diesem Stein führte das Einbringen von NV-Zentren jedoch zu einer intensiven, reinen violetten Grundfarbe ohne die rosa Komponente, die üblicherweise mit einer NV-bedingten Färbung assoziiert wird.
Während durch das Polieren entstandene Pfeilmuster oft hoch geschätzt werden, weist dieser Diamant eine einzigartige Form der Pareidolie auf – eine Einschlussstruktur, die einer erkennbaren Form ähnelt –, wobei eine pfeilartige Form scheinbar im Inneren des Steins „verborgen“ ist. Das Muster spiegelt den Kontrast zwischen unterschiedlichen Wachstumssektoren wider und wird erst unter tiefer UV-Beleuchtung sichtbar.

