- Kategorie: Einbrüche
- Aufrufe: 47
Eichhorn/86830 Schwabmünchen
Als Sven Eichhorn, Goldschmiede Eichhorn/86830 Schwabmünchen, am 24.02.2026 sein Atelier betrat, traf ihn der Schock: Einbrecher hatten in der Nacht das Schloss der Hintertür aufgebrochen, die Werkstatt und den Verkaufsraum durchwühlt. Sie nahmen nicht nur Schmuck aus den Vitrinen und Kundenaufträge mit, sondern auch einen schweren Tresor, einen sogenannten Wertschutzschrank. Darin befanden sich Ketten, Ringe, Rohmaterialien, Goldbarren und Münzen – alles weg. Der Schaden liegt laut ersten Schätzungen bei 120.000 bis 150.000 Euro.
„Ich kam wie jeden Morgen gegen 8 Uhr ins Atelier, sperrte die Tür auf und sah sofort, was passiert war“, erinnert sich Eichhorn. Die Einbrecher gingen präzise vor. Zwischen 23 und 23.30 Uhr brachen sie in das Atelier ein, nahmen sogar die Überwachungskamera mit. Über die Hintertür verließen sie die Goldschmiede, schoben den Tresor mit schwerem Gerät über den aufgeweichten Rasen zur Straße. Die Reifenspuren sind auch Tage nach dem Einbruch noch deutlich sichtbar. Dort, so die Polizei, wartete vermutlich ein Transporter. „Die müssen mindestens zu dritt gewesen sein“, vermutet Eichhorn. „Einen so schweren Tresor hebt man nicht allein ins Fahrzeug. Vielleicht hatten sie auch eine Rampe.“
Für die Polizei steht fest: Der Einbruch war kein Zufall. Die Täter hatten die Goldschmiede offenbar genau ausgekundschaftet. „Vielleicht waren sie sogar als vermeintliche Kunden hier, um sich alles anzusehen“, mutmaßt Eichhorn. „So etwas macht man nicht spontan.“
Die Nachbarn wurden befragt, doch niemand hat etwas bemerkt. „Normalerweise gehen hier viele mit ihren Hunden spät noch eine Runde. Aber bei dem Wetter blieb jeder drinnen“, sagt Eichhorn und schüttelt den Kopf. Der starke Regen half den Tätern sicher, dass niemand die Geräusche beim Aufbrechen der Tür und beim Abtransport wahrnahm.
Der Einbruch trifft Eichhorn hart. „Wir wollten am Wochenende unser 25. Jubiläum feiern – das fiel jetzt aus“, sagt er. Der Verlust schmerzt nicht nur finanziell, sondern auch emotional. „Ich muss wieder bei null anfangen, wie vor 25 Jahren.“ Immerhin ließen die Täter das Werkzeug und die Geräte zurück, sodass er weiterarbeiten kann. Seine Kunden zeigen Verständnis. „Unter den gestohlenen Schmuckstücken sind auch Erbstücke, die einen ideellen Wert haben.“
Trotz allem gibt sich Eichhorn kämpferisch. „Ich lasse mich nicht unterkriegen“, sagt er. Doch der Einbruch hat sein Vertrauen in die Menschen erschüttert. Besonders belastet ihn der Gedanke an seine Mutter, die im selben Haus schlief und nichts mitbekam. „Stellen Sie sich vor, was das mit einem Menschen macht“, sagt der zweifache Familienvater.
Die Kriminalpolizei Augsburg hat die Ermittlungen aufgenommen, bisher aber keine neuen Erkenntnisse. Laut Michael Niefenecker von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Schwaben Nord wird weiter mit Hochdruck ermittelt. Im Raum Schwabmünchen kommt es immer wieder zu Einbrüchen. Markus Graf, Leiter der Polizeiinspektion Schwabmünchen, verweist auf die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle in Augsburg. Spezialisten analysieren kostenlos Schwachstellen an Häusern, beraten zu Sicherheitstechnik und bieten Vorträge an. Graf rät: „Ein guter Draht zu Nachbarn und Aufmerksamkeit schaden nie. “

