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Engeland/25938 Wyk

Diamantbericht...Es ist die Nacht zum Donnerstag (10.09.2026). Goldschmiedin Ilke Engeland/25938 Wyk liegt im Bett, ihr Kater auf ihrem Bauch, als sie um 3.30 Uhr am Morgen plötzlich von heftigen Schlägen aus dem Schlaf geweckt wird. Auf der Suche nach der Ursache der Geräusche geht sie ins Wohnzimmer und blickt aus dem Fenster. Sofort wird ihr klar: Die Schläge kommen aus ihrem Laden, der direkt unter ihrer Wohnung liegt.

Unten sieht sie eine vermummte Gestalt stehen und eine zweite Person bearbeitet die Ladentür mit einem schweren Werkzeug. "Das wird irgendwie ein Vorschlaghammer oder sowas gewesen sein", beschreibt Engeland. Sie fängt an zu schreien - doch die Einbrecher bearbeiten weiter unbeirrt ihre Tür, bis sie nachgibt.

"Das war denen aber gerade herzlich egal, ob ich da oben schreie wie eine hysterische Furie oder nicht - die haben halt einfach weitergemacht. Und diese Geräusche kriege ich auch irgendwie noch nicht aus dem Kopf raus, dieses massive, brutale Schlagen und Eindreschen auf die Tür", schildert Engeland die Erlebnisse.

Die Diebe dringen in den Laden ein und stehlen Schmuck im Wert von etwa 10.000 Euro, heißt es von der Polizei. Anschließend flüchten die Diebe demnach zu Fuß in Richtung Große Straße. Engeland ist unverletzt - aber einige der Verluste sind nicht leicht zu ersetzen.

"Besonders blutet mir das Herz bei einem großen Opal-Anhänger - da weiß ich, dass die Täter eigentlich nur auf das Gold scharf sind und diesen wunderschönen Stein vermutlich kaputtschlagen werden", bedauert die Goldschmiedin. Abgesehen davon sind nur Dinge gestohlen worden, die sich neu herstellen lassen können, sagt sie.

Ob sie daran gedacht hat, nach dem Überfall aufzuhören? "Keine Sekunde", sagt die Goldschmiedin. Im Gegenteil, sie legt direkt wieder mit der Arbeit los: "Ich habe am nächsten Tag aufgeräumt und den Tag drauf hatten wir hier Straßenfest - ein wunderbarer Geschäftstag". Einen Einbruch bei ihr zu Hause fände sie sehr viel bedrohlicher. In diesem Fall hat es "nur" ihre Geschäftsräume getroffen und sie hat sich zu keinem Zeitpunkt persönlich bedroht gefühlt, sagt sie.

Nie sei sie davon ausgegangen, dass ihr so etwas auf der Insel passieren könnte. Entsprechend hinterlässt der Vorfall Spuren im Umgang mit ihrem Laden: Die Auslage in ihrem Schaufenster wird definitiv reduziert. "Das ist die sogenannte Nachtdeko, die es jetzt geben wird", sagt Engeland.

Eine Woche nach dem Überfall ist sie jetzt vor allem dankbar für die Anteilnahme und Hilfe, die ihr die Inselbewohner entgegengebracht haben - von der Polizistin, die sie betreut hat, über den Tischler, der noch in der Frühe eine provisorische Tür eingebaut hat, und die Freundin, die ihr zur Seite gestanden hat, bis zum Schlachter, der am Mittag für warme Spargelsuppe sorgte. "Das war wirklich überwältigend", erinnert sie sich.

Die Täter sind weiterhin unbekannt. Die Kriminalpolizei Niebüll ermittelt in dem Fall.

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