- Kategorie: Einbrüche
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Mardorf/78166 Donaueschingen
Mitten in der Nacht schreckt Kollege Gero Mardorf/78166 Donaueschingen hoch. Es ist 0.30 Uhr, 12.04.2018, von draußen ist ein ohrenbetäubender Krach zu hören. Mardorf, der über seinem Juweliergeschäft wohnt, schaut aus dem Fenster. Wegen der Markisen kann er nichts erkennen. Er geht auf den Balkon und erkennt einen Gulllydeckel, der vor dem Schaufenster seines Ladens liegt. Die Aufnahmen einer Videokamera des Nachbargeschäftes offenbaren schließlich das ganze Geschehen: Dort sind zwei junge Männer mit schwarzen Kapuzenpullis zu sehen, die versucht haben, ein etwa 50 Kilogramm schweres Kanalgitter durch das Schaufenster zu werfen. Ihr Ziel: An den dort ausgelegten Schmuck zu gelangen. Zuvor hatten sich die beiden gegenüber an einer Hausseite versteckt und ausgekundschaftet, wann sich die beste Zeit für ihr Vorhaben bietet. Die Kamera hat alles dokumentiert. Der Einbruchsversuch blieb schließlich allerdings erfolglos. Mardorf wirkt gefasst, räumt aber dennoch ein: "Der Schreck war natürlich da. Das ganze Haus hat gezittert." Als Juwelier sei er es allerdings gewohnt, dass Leute versuchen, die Scheiben einzuschlagen. So etwas sei quasi das Berufsrisiko. Am Schaufenster haben sich die Einbrecher allerdings die Zähne ausgebissen. Obwohl sie mit etwa 50 Kilogramm dreimal gegen die Scheibe donnerten, blieb nicht viel mehr als ein schwarzer Fleck. "Wir schauen, ob wir das auspolieren können. Wenn nicht, dann müssen wir es ersetzen, was eher schwierig wäre", sagt der Kollege.
Das Fenster besitzt den höchsten verfügbaren Sicherheitswert. Die Scheiben sind mehrere Zentimeter dick, dass man "selbst mit einem Vorschlaghammer nichts ausrichten kann", so Mardorf. Er ergänzt: "Ich dachte eigentlich, es hätte sich mittlerweile rumgesprochen, dass Juweliere ähnlich abgesichert sind wie eine Bank."

