Breguet Beute aufgetaucht

Eine Woche nach dem Überfall auf den Breguet-Laden an der Königsallee in Düsseldorf ist die Beute wieder aufgetaucht. Nach den bisher vorliegenden Informationen tauchte die gesamte Beute – 41 Uhren und ein Armband – aus dem Düsseldorfer Coup bei Ermittlungen und einem anschließenden Zugriff am 21.12.20 in Serbien auf. Die Beute wurde dort von der serbischen Polizei sichergestellt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde der Wert zunächst auf eine Million Euro taxiert. Serbische Medien berichten von einem Wert von drei Millionen Euro.
An den Ermittlungen waren die Einsatzkommission der Polizei, das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf in Zusammenarbeit mit den Polizeibehörden in Serbien beteiligt. Am Dienstag bestätigte der Verbindungsbeamte des BKA aus der Deutschen Botschaft in Belgrad den Düsseldorfer Dienststellen den Sachverhalt.
Den serbischen Behörden gelang es außerdem, bei dem Zugriff vier Personen festzunehmen. Sie könnten mit dem Sachverhalt als Hehler oder als ausführende Täter in Zusammenhang stehen. Die deutsche Polizei führt die Ermittlungen in engem Austausch mit den serbischen Behörden weiter.
Laut dem serbische Online-Portal mondo gehören die Verdächtigen zum bekannten Verbrecher-Netzwerk „Pink Panthers“, einem Netzwerk von Kriminellen, dem zahlreiche Raubzüge zugerechnet werden. Festgenommen wurde in Belgrad demnach auch ein Juwelier, mit dem die Räuber laut serbischen Ermittlungsbehörden zusammen gearbeitet haben sollen. Er soll gestohlene Uhren an prominente Kunden weiter verkauft haben.
Laut einer Mitteilung des serbischen Innenministeriums wird den Verdächtigen – zwischen 47 und 51 Jahren alt – vorgeworfen, „als organisierte kriminelle Vereinigung“ agiert zu haben. In serbischen Medien wird der Zugriff detailliert beschrieben: Die Spezialeinheit SBPOK habe bei der Übergabe von sieben Uhren an den Juwelier zugeschlagen. Der Anführer der Bande (47) habe eine gestohlene Uhr noch selbst am Arm getragen, hieß es.
Die Bande sei bereits seit Monaten überwacht worden, so das Portal mondo. Man wolle nun die Telefone der Diebe und des Juweliers auswerten. Zu seinen Kunden sollen Politiker, Sportler und Musiker gehören, berichtete mondo unter Berufung auf eine anonyme Quelle bei den Behörden.
Der Überfall am Montag vergangener Woche war blitzschnell über die Bühne gegangen: Mit einem silberfarbenen Opel Vectra mit gestohlenem Kölner Kennzeichen waren die Täter über Schadowstraße und Blumenstraße von hinten in eine Scheibe des Geschäfts der zur Swatch-Gruppe gehörenden Luxusmarke gefahren. Dann hatten sie den Wagen zurückgesetzt und waren durch die kaputte Scheibe in den Laden eingedrungen. Den Opel ließen die Täter dort zurück, er wurde von der Polizei auf Spuren untersucht, am frühen Nachmittag abgeschleppt.

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