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Christ/10785 Berlin

Während 100 000 Fußballbegeisterte auf der Fanmeile mitfiebern, landen Räuber gleich nebenan den dreistesten Coup des laufenden Jahres. Am 16.06.2014, 18.30 Uhr, geht auf einmal alles ganz schnell: Ein Auto schiebt rückwärts in die Joseph-von-Eichendorff-Gasse an den Potsdamer-Platz-Arkaden, parkt halb auf dem Bürgersteig. Das Heck des Audi ist mit einer riesigen Deutschlandfahne geschmückt, die verdeckt auch das Nummernschild. Dann springen drei Maskierte aus dem Wagen und rennen die wenigen Meter zum Juwelier Christ/10785 Berlin. Bewaffnet mit Baseballschlägern stürmen sie den Schmuckladen und sind ebenso schnell wieder verschwunden: mit teurer Beute.

In der Christ-Filiale will sich am Dienstag niemand zum Vorfall äußern. Handwerker tauschen am Vormittag die Vitrine aus, eine Putzfrau fegt die Glassplitter auf dem Teppich zusammen. „Aufgrund einer technischen Störung“ öffne das Geschäft erst um 11 Uhr, steht auf einem Schild. „Wir dekorieren um“, heißt es im Schaufenster.

Im August 2011 waren schon einmal Täter in die Filiale des Schmuckgeschäftes am Potsdamer Platz eingebrochen. Damals rasten die Räuber nachts mit einem gestohlenen Wagen in das Einkaufszentrum, drückten mit dem Volvo die Gitter des Juwelierladens ein, stahlen teure Uhren und verschwanden wieder. Sie sind bis heute nicht gefasst. Auch dieses Mal hatten die Täter es auf eine Vitrine mit kostbaren Uhren abgesehen.

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