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Heller/A-9020 Klagenfurt
In der Klagenfurter Innenstadt ist Mittwochnachmittag, 08.12.2010 Juwelier Heller/A-9020 Klagenfurt überfallen und ausgeraubt worden. Laut Polizeiangaben stürmten vier Männer das Geschäftslokal. Einer hielt eine Angestellte mit einer Waffe in Schach, zwei weitere zertrümmerten mit Hacken die Vitrinen und entnahmen Schmuck und Uhren. Die Täter flüchteten mit einem gestohlenen Fahrzeug, das später gefunden wurde.
Am Tag nach dem spektakulären Raubüberfall auf den Klagenfurter Nobel-Juwelier ist im Geschäft wieder Normalität eingekehrt - oberflächlich betrachtet. Die mit Äxten zertrümmerten Vitrinen wurden längst repariert und mit neuen edlen Uhren aufgefüllt. Nirgends sind mehr Spuren der Verwüstung zu sehen. Doch den Mitarbeitern steht immer noch der Schock ins Gesicht geschrieben. "Es ging so schnell. Plötzlich hatte ich eine Pistole genau an der Schläfe", sagt eine der Mitarbeiterinnen. "Ich habe mir gedacht, buh, was jetzt? Es waren die schlimmsten Minuten meines Lebens. Ich bin nur froh, dass er nicht abgedrückt hat."
Ihre Kollegin erzählt: "Die sind hereingestürmt und haben wie wild mit Äxten und Füßen Vitrinen zertrümmert. Es war so laut, das kann man sich nicht vorstellen, und überall sind Splitter geflogen." Das Geschäft war zum Zeitpunkt des Überfalls voll mit Kunden. Alle mussten sich hinlegen oder hinknien. "Einer unserer Stammkunden hat seinen großen Hund dabeigehabt", erzählt sie. "Die Besitzer haben sofort den Hund beruhigt und niedergehalten - wer weiß, was passiert wäre, wenn der Hund gebellt oder irgendetwas gemacht hätte, was die Täter aus dem Konzept gebracht hätte."
Bei dem Überfall sei alles ganz schnell gegangen. Dieser habe insgesamt nur 120 Sekunden gedauert.
"Der Überfall wurde von Profis generalstabsmäßig durchgeführt. Gottseidank ist niemanden ein Haar gekrümmt worden, das ist mir das Allerwichtigste. Der materielle Schaden ist ersetzbar und wurde auch schon ersetzt, es ist alles wieder neu verglast". so der Kollege.

