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Van-Cleef-Diamantkette gestohlen
Diamantbericht...Am 27.08.2026 haben Diebe im Wiener MAK – Museum für Angewandte Kunst – eine Vitrine eingeschlagen und eine Diamantkette von Van Cleef & Arpels aus der Sammlung von Königin Nazli von Ägypten entwendet. Bei dem Raubüberfall zerschlugen zwei Männer, die sich als Besucher ausgaben, die Glasvitrine, schnappten sich die Kette und flohen, wie die Wiener Polizei mitteilte. Die Behörden leiten eine „umfangreiche Fahndung“ ein, bei der auch ein Spürhund zum Einsatz kommt.
„Es läuft eine nationale und internationale Fahndung nach zwei Männern, die im Verdacht stehen, gestern einen Raubüberfall in einem Museum in der Wiener Innenstadt begangen zu haben“, teilte die Polizei mit. „Bei dem Raubüberfall sollen sie eine Glasvitrine mit einem Hammer zerschlagen und ein wertvolles Schmuckstück gestohlen haben. Einer der Täter soll eine Schusswaffe bei sich gehabt haben. Die Verdächtigen flohen zu Fuß in Richtung Stadtpark.“
Die Halskette war Teil der „Glanzstücke“-Sammlung mit Haute-Joaillerie-Stücken von Van Cleef & Arpels. Trotz des Raubüberfalls blieb das Museum mit Ausnahme dieser Ausstellung für Besucher geöffnet, teilte das MAK mit.
Die gestohlene Halskette, ein Van-Cleef-Stück aus dem Jahr 1939, besteht aus einer abgestuften Reihe von Diamanten, die ein flexibles, sonnenförmiges Mittelstück tragen, in dessen Mitte ein beweglicher runder Diamant mit einem Gewicht von etwa 6 Karat sitzt. Insgesamt ist die Halskette mit mehr als 600 runden und im Baguette-Schliff geschliffenen Diamanten im Gesamtgewicht von über 200 Karat besetzt. Königin Nazli ließ die Halskette zusammen mit einer passenden Tiara für die Hochzeit ihrer Tochter Fawzia mit Mohammad Reza Pahlavi, dem damaligen iranischen Kronprinzen, der später Schah wurde, anfertigen. Die Halskette wurde zuletzt im Dezember 2015 bei der Auktion „Magnificent Jewels“ bei Sotheby’s in New York für 4,3 Millionen Dollar (3,7 Millionen Euro) verkauft.
„Es wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, an denen die Wiener Einsatzgruppe, die Hundestaffeln der Polizei von Wien und Niederösterreich sowie das Wiener Landeskriminalamt beteiligt sind“, fügten die Behörden hinzu. „Derzeit analysieren Kriminaltechniker das gesammelte Beweismaterial und das Videomaterial der Überwachungskameras, und weitere Zeugen werden befragt.“
Der Raub folgt auf einen Diebstahl im Juli im französischen Musée Lalique, bei dem Schmuck im Wert von schätzungsweise 4 Millionen Euro gestohlen wurde, und ereignet sich weniger als ein Jahr nach einem Raub im Wert von 102 Millionen Dollar (88 Miliionen Euro), bei dem Kronjuwelen aus der Sammlung von Napoleon und Josephine Bonaparte aus dem Louvre gestohlen wurden.

