Baselworld kommt

Die einst größte Uhrenmesse der Welt wagt im kommenden Jahr einen Neuanfang. Ob der gelingt, ist allerdings fraglich. Sie galt lange als Dreh- und Angelpunkt in der Uhrenwelt: die jährlich stattfindende Uhrenmesse Baselworld. Zu ihren Hochzeiten stellten in ihren Hallen in Basel 1.500 Uhrenmarken ihre Neuigkeiten vor. 2020 fiel der Vorhang endgültig. Und daran war nicht nur Corona schuld.

Nun wagt die MCH Group, Veranstalter der Baselworld, einen Neuanfang. Wie das Unternehmen heute in einer Aussendung mitteilte, soll die Veranstaltung im März/April 2022 von den Toten auferweckt werden. "Und sie wird ganz anders", verspricht man.

Anstatt den Fokus auf den spektakulären Auftritt von Luxusmarken im Uhren-, Schmuck- und Edelsteinbereich zu legen, soll die neue Baselworld vor allem eine B2B-Plattform im mittleren Luxussegment sein. Man wolle künftig Trends im "Experience Marketing-Markt" mit den Bedürfnissen der gesamten Community im mittleren und gehobenen Segment der Uhren-, Schmuck- und Edelsteinindustrie verbinden. Als digitale Plattform, ergänzt mit Live-Events, will man den genannten Branchen 365 Tage weltweit rund um die Uhr zur Verfügung stehen, wie es heißt. Der Start der Plattform ist für den Herbst terminiert.

An welche Uhrenmarken sich das Angebot konkret wendet, wurde freilich offengelassen. Denn die wichtigsten, also jene, die die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich ziehen, sind längst nach Genf übersiedelt, wo die Watches & Wonders, als Nachfolger des exklusiven Genfer Uhrensalons (SIHH), stattfand. Wenn auch nur in virtueller Form. Mit an Bord so ziemlich alle großen Namen der Industrie: allen voran Branchenprimus Rolex. Wie man hört, war man mit dem Output allseits zufrieden. Es ist daher fraglich, ob und wie viele Marken nun wieder nach Basel übersiedeln werden. Schon der erste Anlauf, einen Nachfolger der Baselworld, unter dem Namen Houruniverse, zu etablieren, verlief im Sand.

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