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SSEF warnt
Diamantbericht...Das Schweizer Gemmologische Institut (SSEF) hat darauf hingewiesen, dass es auf Smaragde gestoßen ist, die nach ihrer Untersuchung in Labors einer Füllbehandlung unterzogen wurden.
Die Verringerung der Sichtbarkeit von Rissen – die bei den meisten Smaragden vorhanden sind – durch farblose Füllstoffe wie Wachs, Öl oder Kunstharz ist eine gängige Praxis, erklärte das SSEF in einer Branchenwarnung. Gemäß den Richtlinien des Laboratory Manual Harmonisation Committee (LMHC) ist die Offenlegung solcher Behandlungen jedoch verpflichtend, da sie den Wert des Smaragds beeinflussen.
Der Luxusmarkt bevorzugt Edelsteine, die nur minimal mit Öl behandelt wurden oder bei denen keine Reinheitsverbesserungen vorgenommen wurden. Infolgedessen werden viele Smaragde, die zuvor mit Kunstharz veredelt wurden, chemisch mit Lösungsmitteln gereinigt, um das Füllmaterial zu entfernen.
Nachdem ein Labor ein Gutachten für die Steine ausgestellt hat, füllen einige Verkäufer diese in betrügerischer Absicht erneut mit farblosen Füllstoffen auf. Anschließend präsentieren sie die Smaragde Dritten unter Berufung auf das Laborergebnis „keine oder nur geringfügige Reinheitsveränderung“, obwohl das Gutachten den aktuellen Zustand der Edelsteine nicht mehr korrekt widerspiegelt, fügte die SSEF hinzu.
Um diesem Problem Rechnung zu tragen, wird in jedem SSEF-Gutachten darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse ausschließlich für den Zustand des Edelsteins zum Zeitpunkt der Untersuchung gelten und keine Garantie für dessen späteren Zustand bieten. Stellt das SSEF eine Rissfüllung fest, wird das Vorliegen der Behandlung, deren Ausmaß sowie das verwendete Füllmaterial angegeben.
Das Institut fügte eine Liste mit Empfehlungen für die Branche hinzu. Dazu gehören die Überprüfung der Echtheit jedes SSEF-Gutachtens, die erneute Begutachtung von Edelsteinen vor dem Kauf, die Aufforderung an Verkäufer, frühere Gutachten nicht erneut zu verwenden, sobald ein Stein gereinigt wurde, sowie der sorgfältige Umgang mit gereinigten oder stark rissigen Smaragden, da diese zerbrechlich und anfällig für Absplitterungen sind.
