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Swatch wehrt sich
Diamantbericht...Die Swatch Group wehrt sich in einem scharfen offenen Brief gegen den aktuellen „Swiss Watcher“-Bericht von Morgan Stanley und LuxeConsult. Der Konzern kritisiert den Bericht aufgrund „mangelnder Daten“ und einer „fragwürdigen Methodik“ als höchst ungenau und droht den Autoren sogar mit rechtlichen Schritten. Auslöser für den Streit ist vor allem die Schätzung, dass die Kernmarke Omega beim Markenumsatz vom dritten auf den fünften Platz hinter Audemars Piguet und Patek Philippe zurückgefallen sei und Marktanteile an Rolex verloren habe. Swatch untermauert seine Kritik am Beispiel von Tissot: Während der Bericht ein Minus von 5 % prognostizierte, verzeichnete die Marke laut Konzernangaben tatsächlich ein Plus von 3 %.
Da die Swatch Group keine Umsatzzahlen pro Marke veröffentlicht, sind Analysten auf Schätzungen angewiesen. Oliver Müller, Gründer von LuxeConsult, verteidigt seine Arbeit und vergleicht das Vorgehen mit journalistischer Recherche aus verschiedenen Quellen. Er betont zudem, dass immer mehr Uhrenhersteller proaktiv Daten lieferten, um falsche Darstellungen vorab zu vermeiden – eine Strategie, die er als deutlich intelligenter bezeichnet, als im Nachhinein über die Ergebnisse zu streiten.
