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Bizarrer streit um Swatch

Diamantbericht...Es gab kürzlich einen bemerkenswerten Streit zwischen Swatch-Chef Nick Hayek und einem US-Investor. Steven Wood, ein aktivistischer US-Investor und Aktionär der Swatch Group, versuchte, in den Verwaltungsrat des Unternehmens gewählt zu werden. Er hielt zu diesem Zeitpunkt etwa 0,5 Prozent der Swatch-Aktien. Wood kritisierte die Unternehmensführung, insbesondere in Bezug auf mangelnde Transparenz und die Entwicklung der Premiummarken. Er forderte „frische Perspektiven“ und einen Kulturwandel im Unternehmen. Der Verwaltungsrat der Swatch Group, unter der Führung von Nick Hayek, lehnte Woods Kandidatur strikt ab. Die Hayek-Familie, die zwar nur etwa ein Viertel des Kapitals, aber knapp 43 Prozent der Stimmrechte kontrolliert, machte deutlich, dass sie gegen Woods Wahl war. Swatch argumentierte unter anderem, dass Wood keinen offensichtlichen Bezug zur Schweiz habe und zudem in einem internationalen Rüstungskonzern engagiert sei, was Reputationsrisiken bergen würde. Bei der Generalversammlung der Swatch Group im Mai 2025 scheiterte Steven Wood wie erwartet mit seiner Kandidatur für den Verwaltungsrat. Die Aktionäre lehnten seine Wahl mit einer deutlichen Mehrheit von 79,2 Prozent der Stimmen ab. Die Gründerfamilie Hayek behielt somit die Oberhand und wehrte den „Angriff“ erfolgreich ab. Einige Beobachter und auch Wood selbst kritisierten, dass die Hayek-Familie Swatch eher wie ein Familienunternehmen als eine Aktiengesellschaft führe. Es wurde bemängelt, dass es an unabhängigen Personen im Verwaltungsrat fehle und die Kommunikation mit der Investorengemeinschaft schlecht sei. Nick Hayek hat auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, das Unternehmen von der Börse zu nehmen. Wood wollte „frischen Wind“ in den Verwaltungsrat bringen und
sah Handlungsbedarf, insbesondere bei den rückläufigen Umsätzen und Gewinnen sowie der Performance der Premium-Marken. Der Streit wird weiter gehen.

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