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Warnung von Rolex-Chef
Diamantbericht...Wer glaubt, eine teure Uhr sei eine Investition, die börsenähnliche Renditen abwirft, liegt völlig falsch. Das meint zumindest der CEO von Rolex.
"Ich mag es nicht, wenn man Uhren mit Aktien vergleicht. Das vermittelt die falsche Botschaft und ist gefährlich. Wir stellen Produkte her, keine Investitionen", sagte Jean-Frédéric Dufour der Schweizer Zeitung NZZ. Seine Äußerungen fielen in eine Zeit, in der die Preise für gebrauchte Uhren nach einem spektakulären Wachstum während der Pandemiezeit zurückgingen. Der Gesamtmarktindex von WatchCharts, der die Preise abbildet, stieg zwischen Januar 2021 und März 2022 um 72 Prozent an. Seit diesem Höchststand ist der Wert um 38 Prozent gefallen. Währenddessen ist der S&P-500-Benchmarkindex für US-Aktien im gleichen Zeitraum um 13 Prozent gestiegen ist.
Die Uhrenkurse begannen zu fallen, als die US-Notenbank begann, die Zinssätze anzuheben. Zwischen Mai 2022 und Juli 2023 erhöhte die Zentralbank die Kreditkosten von nahezu Null auf etwa fünf Prozent. Wenn die Zinssätze höher sind, sinkt die Nachfrage nach teuren Gütern, da für die Verbraucher mehr Anreize zum Sparen als zum Ausgeben bestehen.
Dufour, der seit 2015 CEO von Rolex ist, sagte der NZZ auch, dass er ein "herausforderndes" Jahr erwarte. Luxusuhrenhersteller wie Rolex, Patek Philippe und Audemars Piguet können nicht unbedingt die Preise senken, um die Nachfrage anzukurbeln, fügte er hinzu.
"Es markiert das Ende einer Phase, in der es allen Herstellern gut ging. In guten Zeiten neigt die Produktion dazu, zu hoch zu sein. Wenn die Märkte schwächeln, wie es jetzt der Fall ist, geraten die Einzelhändler unter Druck, die Preise zu senken. Das ist äußerst problematisch, denn Rabatte schaden emotionalen Produkten wie dem unseren", betont Dufour.

