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Swatch „Royal Pop“

Die ungewöhnliche Kooperation zwischen Swatch und der Schweizer Luxusmarke Audemars Piguet hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Kein Wunder, kosten Audemars-Piguet-Uhren normalerweise oft mehrere Zehntausend Euro, manche Modelle sogar deutlich mehr.
Mit der „Royal Pop“ brachten beide Hersteller nun eine Taschenuhr für vergleichsweise erschwingliche 385 bis 400 Euro auf den Markt. Inzwischen sorgt jedoch etwas anderes für Aufsehen.
Während viele Interessenten beim Verkaufsstart leer ausgingen, tauchen die ersten Modelle inzwischen auf Verkaufsplattformen und Online-Marktplätzen auf. Dort werden teilweise Preise verlangt, die deutlich über dem ursprünglichen Verkaufspreis liegen.
Dabei werden – wie beispielsweise auf Kaufland.de – einzelne Modelle mittlerweile für mehr als 1.000 Euro angeboten. So ist die „Royal Pop Ocho Negro“ dort aktuell für 1.089,35 Euro zu haben. Also fast das Dreifache des ursprünglichen Verkaufspreises! Für viele Uhrenfans kaum nachvollziehbar.
Dabei gibt es einen entscheidenden Punkt, den viele offenbar übersehen. Die „Royal Pop“ ist kein streng limitiertes Sammlerstück. Swatch hat bereits erklärt, dass die Modelle über mehrere Monate erhältlich sein sollen. Anders als bei manchen früheren Sondereditionen bekommt also grundsätzlich jeder die Chance, eine Uhr zum regulären Preis zu kaufen.
Genau deshalb dürfte der aktuelle Wiederverkaufsmarkt bei vielen Beobachtern für Kopfschütteln sorgen. Warum mehr als 1.000 Euro bezahlen, wenn die Uhr möglicherweise in wenigen Wochen wieder regulär verfügbar ist?
Der Verkaufsstart hatte bereits gezeigt, wie emotional das Thema inzwischen geworden ist. Vor Swatch-Stores in Städten wie Düsseldorf, London oder New York bildeten sich lange Warteschlangen. Teilweise kam es zu Tumulten, in einigen Städten musste die Polizei eingreifen.
In sozialen Netzwerken hagelte es anschließend Kritik. Nicht nur an den Käufern, sondern auch an Swatch selbst. Viele fragten sich, warum es keine digitale Warteliste oder andere Maßnahmen gab, um den Andrang besser zu steuern.

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