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Juwelier als Fassade
Diamantbericht...Die Polizei hat vier Männer und eine Frau im Alter von 20 bis 40 Jahren festgenommen, gegen die Haftbefehle vorlagen. Sie sollen vor allem ältere Menschen um Wertsachen und Geld gebracht haben. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch mitteilte, wurden bei Durchsuchungen in Hessen und zwei weiteren Bundesländern 123.000 Euro Bargeld sowie mehrere Goldbarren sichergestellt.
Die Verdächtigen sollen über Werbeprospekte den Kauf von Goldschmuck, Edelmetallen, Münzen und Antiquitäten angeboten haben. Ein im Handelsregister eingetragenes Juwelierunternehmen mit mehreren Niederlassungen soll als Fassade gedient haben, um Vertrauen zu schaffen.
Die 20 bis 40 Jahre alten Beschuldigten hätten Interessenten, die sich meldeten, zu Hause besucht. Betroffen waren laut Staatsanwaltschaft überwiegend hochbetagte oder alleinstehende Personen, aber auch Menschen mit finanziellen Problemen.
Bei ihren Besuchen hätten sich die mutmaßlichen Betrüger die Wertsachen aushändigen lassen. Dabei hätten sie eine spätere Bezahlung zugesagt, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft jedoch von Anfang an nicht beabsichtigt gewesen sei.
Stattdessen hätten sie die Opfer über Wochen vertröstet und sich in mehreren Fällen als Polizeibeamte ausgegeben, um sie zu weiteren Zahlungen zu bewegen. Die Beschuldigten sitzen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in Untersuchungshaft.
Der Schaden liegt nach bisherigen Erkenntnissen bei mehr als 735.000 Euro. Die Ermittler gehen davon aus, dass es weitere bislang unbekannte Opfer gibt.

