PIM Gold

Knapp anderthalb Jahre nach der Insolvenz des Gold-Händlers Premium Metals International Market (PIM) Gold/Heusenstamm haben Tausende Gläubiger jetzt eine erste Abschlagszahlung erhalten. Wie Insolvenzverwalter Renald Metoja der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, sei die Verwertung der sichergestellten Edelmetallbestände im Wesentlichen abgeschlossen. Daher habe man in Abstimmung mit dem Gericht und dem Gläubigerausschuss eine erste Auszahlung vornehmen können. Dabei seien alle Gläubiger berücksichtigt worden, deren Forderungen schon durch das Insolvenzgericht festgestellt worden seien. Ein kleiner Teil von Forderungen befinde sich noch in der Prüfung, berichtete der Insolvenzverwalter von PIM Gold. Nach früheren Angaben Metojas haben mehr als 7000 Gläubiger Forderungen von knapp 180 Millionen Euro angemeldet. Die Spanne der Forderungen reicht von zweistelligen Kleinstbeträgen bis zu 1,9 Millionen Euro. Im Bestand waren rund 560 Kilogramm Gold und Schmuck sichergestellt worden. Die Höhe der jetzigen Abschlagszahlung liegt Metoja zufolge bei einer Quote von 7,5 Prozent auf die gerichtlich festgestellten Forderungen. "Nach aktuellem Stand bestehen gute Aussichten, dass Gläubiger zwischen 15 und 20 Prozent ihrer Forderung zurückbekommen", erklärte der Anwalt der Kanzlei Eisner. Seit vergangenem Dezember stehender frühere Chef von PIM Gold sowie der Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaft des Händlers 'in Darmstadt vor Gericht. Laut Anklage sollen sie von 2016 bis 2019 mit Anlegern Lieferverträge über rund 3 Tonnen Gold abgeschlossen haben, die es nicht gegeben hat. Im Fall einer Verurteilung wegen schweren Betruges drohen den beiden Haftstrafen von bis zu zehn Jahren.

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