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Goldschmiede „Stampfer“ schließt

Diamantbericht...Goldschmiedemeisterin Heike Stampfer(59), C. A. Stampfer/59457 Werl hört auf. Ab dem 24. Oktober stehen in dem Traditionsgeschäft in der Werler Innenstadt alle Zeichen auf Räumungsverkauf. Die Entscheidung traf die Kollegin aus persönlichen Gründen, „die Tür schließt dann endgültig, wenn das letzte Schmuckstück den Besitzer gewechselt hat“, so Stampfer lachend.

36 Jahre lang gab es bei Heike Stampfer immer glänzende Aussichten in Gold und Silber, aber auch mehrfarbig, auf Wunsch auch handgefertigt, nach eigenen Ideen umgestaltet oder von der Schmuckexpertin und ihrem Team liebevoll für die Kunden ausgesucht.

Damit gehen auch weit mehr als 200 Jahre Goldschmiedetradition in der Wallfahrtsstadt zu Ende. Ein wirklich glänzendes Ergebnis, auf das Stampfer mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückblickt. „Natürlich war es nicht immer leicht, sich von einem Tag auf den anderen nach dem Tod meines Vaters 1988 auf die neue Situation einzustellen, aber ich konnte mich immer auf die Unterstützung meiner Mutter Marie-Hanne und auf mein großartiges Team verlassen, das jetzt quasi mit mir in den Ruhestand geht“, verrät Stampfer weiter. Doch zunächst kümmern sich Hildegard Kiko, Sabine Ostwald und Annegret Billecke mit ihrer Chefin auch um die fundierte Beratung während des Räumungsverkaufs. „Wir haben gemeinsam immer sehr viel Spaß gehabt und unsere Arbeit mit Freude und Engagement ausgeführt. Schmuck ist unsere Leidenschaft, die wir gerne mit unseren Kunden teilen.“

Natürlich habe sich der Schmuck über die Jahre verändert, neue Trends wurden umgesetzt, manches verschwindet, anderes kommt wieder. Gold, so Stampfer, sei ein „Evergreen“, der niemals in Vergessenheit gerät.

„Ein besonders großes Dankeschön richte ich an alle Kunden, die mir auch nach dem Tod meines Vaters die Treue gehalten und immer an mich geglaubt haben und natürlich an jene, die in den drei Jahrzehnten als Neukunden den Weg zu uns in die Goldschmiede fanden.“ Manche Familien schätzen das Waren- und Dienstleistungsangebot des Fachgeschäftes bereits seit drei Generationen. „Es ist unglaublich, dass inzwischen schon die Enkel derer, die ich noch von früher kenne, hierherkommen.“

Langeweile fürchtet die Unternehmerin auch nach der Schließung der Goldschmiede nicht. „Ehrenamtliches Engagement wird überall gesucht, und ich bin gerne bereit, mich in diesem Bereich einzubringen.“

 

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