Es gibt die Wiesnmass, die Radlermass, die Goaßnmass, die Freimass – und die Spendiermass. So lautet der Titel der Aktion, die der Goldschmied Anton Kölbl(31)/85599 Parsdorf gestartet hat. Er fertig aus Silber und Bronze kleine Masskrüge zum Anstecken an und spendet den Verkaufserlös an Schaustellerfirmen und -familien. Weil die wegen der Corona-Pandemie heuer zum zweiten Mal weder auf dem Münchner Oktoberfest noch bei sonst irgendwelchen Festen und Märkten sein können. „Um dieser gebeutelten Branche ein wenig zu helfen, gibt es die Spendiermass“, sagt Kölbl. Ziel des Kollegen ist eine Spendensumme von 10.000 Euro.

200 Masskrüge hat er bereits produziert und in den ersten Tagen fast alle verkauft. Der Preis für den Anstecker: 35 Euro (Bronze) bzw. 45 Euro (Sterlingsilber). Abzüglich Material und sonstiger Kosten geht der Rest (etwa 30 Prozent des Preises) an den Verein Historische Gesellschaft Bayerischer Schausteller, der die Gelder verteilt.

Als absehbar war, dass die Wiesn auch in diesem Jahr wegen Corona abgesagt wird, entstand bei Anton Kölbl die Idee zur Spendiermass. „Ich habe vor ein paar Jahren schon zur Gaudi Masskrüge modelliert und auf den richtigen Einsatz gewartet. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen“, erzählt er.

Zwei seiner Leidenschaften sind Trachten und das Oktoberfest. „Normalerweise bin ich fast jeden zweiten Tag auf der Wiesn“, erzählt er. „Ich liebe die Atmosphäre dort.“ Als klar war, dass das größte Volksfest der Welt erneut ausfällt, überlegte sich Kölbl, wie er die Schausteller und deren Familien unterstützen kann. Mit der Spendiermass hat hierzu nun jeder die Möglichkeit. Circa sieben Gramm schwer und zwei Zentimeter hoch ist ein Masskrug aus Bronze oder Sterlingsilber.

Die Aktion soll bis zum Ende der Wiesnzeit (etwa Mitte Oktober) gehen. Nach der ersten Charge von 200 Stück sind die nächsten Masskrüge bereits in Produktion. Der Verkauf erfolgt ausschließlich über einen eigens eingerichteten Online-Shop. „In Silber oder Bronze am Hut, an der Weste oder auch am Dirndl getragen, zeigst du deine Solidarität mit allen, die unsere Volksfeste bunt und unterhaltsam gestalten“, schreibt Kölbl auf seiner Internetseite unter der Überschrift „Vision“.

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