Katzenjammer

Von dem Sprung über die 15 000 Punkte musste sich der deutsche Leitindex Dax erst mal wieder erholen. Zumindest wurde nicht gleich wieder die nächste Rekordmarke geknackt. Das aber dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Jeder noch so kleine Lichtblick in dieser Corona-Pandemie sorgt bei den Anlegern für Optimismus und beflügelt die Investition in Aktien. Schon die Aussicht auf ein weiteres Hilfspaket in Amerika reicht aus, um für Kurssprünge zu sorgen. Die Nachricht, dass in Sachen Impfen wegen Astra-Zeneca neues Ungemach droht, verpufft. Nichts soll die Party stören, zumal die Investoren angesichts der zementierten Niedrigzinspolitik sowieso keine lukrativen Alternativen zur Aktie haben. Es gilt zu tanzen, solange die Musik noch spielt. Doch Vorsicht. Diese Woche mit dem neuen Dax-Rekordhoch bringt auch neue Misstöne hervor. Der mittelgroße amerikanische Hedgefonds Archegos, den bisher kaum einer auf dem Zettel hatte, bringt erst die Märkte und dann sogar Banken in Turbulenzen. Die nächste Krise kommt immer aus einer Ecke, aus der man sie am allerwenigsten vermutet. Sicher ist nur dies: Sie kommt. Und dann kommt der Katzenjammer.

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