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Van Cleef & Arpels Kollektion "Die Schatzinsel"

Diamantbericht...Die neue High-Jewellery-Kollektion von Van Cleef & Arpels ist eine Hommage an den Roman "Die Schatzinsel". CEO Catherine Rénier über die Balance von Präzision und Spiel.

Ein Schiff mit Segeln aus Diamanten, das zu einer Insel mit Palmen aus Smaragden gleitet, darunter Korallen aus Rubinen. So sah die Vision für diese einzigartige Schmuckkollektion aus – man kann jene sogar wunderschön illustriert und spielerisch auf der Website von Van Cleef & Arpels erkunden. Initialer Ideengeber war erneut die Handlung von "Die Schatzinsel" (1883). "Spannend ist, dass die Bilder, die man heute mit diesem Abenteuer verbindet, oft viel stärker wirken als die eigentliche Geschichte selbst", so Catherine Rénier, CEO von Van Cleef & Arpels. Sie spielt damit auf die klassische Pirat:innen-Vorstellung an, die durch diesen Roman lange im kollektiven Gedächtnis verankert wurde. Wie aber passt das zusammen: allerhöchste Handwerkskunst und eine kindlich-begeisterungsfähige Leichtigkeit?

"Wenn wir unsere Schmuckstücke präsentieren, soll ein Zauber spürbar sein – und genau darauf haben wir mit dieser Kollektion hingearbeitet. Wir wollten eine Erzählung schaffen, die fantasievoll ist und sich sowohl im Thema als auch in der Inszenierung widerspiegelt", so Rénier und erklärt weiter, dass sie bewusst darauf abgezielt habe, einen theatralischen Moment zu schaffen. Für die Umsetzung spielte nicht nur der Roman eine wichtige Rolle, sondern auch das riesige Archiv von Van Cleef & Arpels. Inspiriert von Literatur, Poesie und Kunst, wie es der Tradition des Hauses entspricht, richtete sich der Blick laut Rénier diesmal besonders auf die Bildsprache und den Stil der 1950er- und 1960er-Jahre. Jedes Schmuckstück steht für sich, fügt sich aber zugleich nahtlos in eine dreiteilige Erzählung ein. Jenes Storytelling wurde von Anfang an – auch schon beim Designprozess – mitgedacht. Die Balance aus Präzision und Spiel braucht also eine klare Struktur.

Und die sieht so aus: Zu Beginn wird das Meer zelebriert; dabei geht es um Entwürfe, die sich an maritimer Navigation und an Seemannsknoten orientieren und die Farbpalette sowie die Tiefe des Meeres einfangen. Getreu der Verbundenheit des Hauses zur Natur widmet sich das zweite Kapitel anschließend einem Thema, das Van Cleef & Arpels besonders am Herzen liegt: Gezeigt wird eine reiche Flora und Fauna, von Schildkröten bis hin zu Muscheln, in Form von Miniaturskulpturen. Der dritte Teil der Geschichte ist schließlich eine Reise rund um den Globus, die von Indien bis zu den kulturellen Schätzen der präkolumbianischen Welt reicht. Diese Kapitel legen auch den Grundstein für das lebendige Farbspiel verschiedenster edler Steine der Kollektion. "Dazu wurden unter anderem Feueropale, Lagunen-Turmaline und lavendelfarbene Jadeit-Kugeln verwendet", verdeutlicht Rénier. Die Vielfalt sei auch eine liebevolle Hommage an ein Klischee: "Wir alle kennen das Bild von Schatztruhen, die voller bunter Juwelen sind", erklärt sie mit Bezug auf die Steine, die über vier Jahre hinweg gesammelt wurden und nun die neue High-Jewellery-Kollektion zum Strahlen bringen.

Die wichtigste Basis dieser Schmuckstücke bildet natürlich höchste Handwerkskunst, denn sie allein macht die Umsetzung so feiner Motive wie Piratenfiguren oder Sonnenuntergänge im Kleinformat überhaupt erst möglich. Dabei wird mit Wachs gearbeitet, um Proportionen und Details jeder einzelnen Kreation greifbar zu machen. Der gesamte Prozess ist zeitaufwendig und kann zwischen sechs und acht Wochen dauern. "Diese Technik ist für unsere Kunsthandwerker:innen eine große Herausforderung. Sie modellieren das Wachs von Hand, um das Ergebnis genauso ausdrucksstark zu gestalten wie den Gouache-Entwurf (eine von Hand gemalte Schmuckskizze mit wasserlöslicher Farbe, die das Design detailgetreu und farbintensiv darstellt, Anm. d. Red.)", sagt Rénier. Die technischen Raffinessen der Schmuckstücke verweisen auch auf die handwerkliche Exzellenz antiker Kulturen wie der Maya, die als eine weitere Inspirationsquelle zur Entstehung der Kollektion beitrugen. "Die Clips entstehen in einem besonders anspruchsvollen Fertigungsprozess, bei dem strukturiertes und graviertes Gold kunstvoll zu edlen Verzierungen verarbeitet wird", heißt es seitens des Unternehmens. Einige Schmuckstücke, wie etwa der Clip "Palmier Mystérieux", verfügen sogar über austauschbare Elemente, was den spielerischen Esprit des Hauses widerspiegelt.

Und das ist wohl am wichtigsten für jene Balance: die Freude am Experimentieren – als bewusster Kontrast zur technischen Strenge. "Die Anforderungen an Materialien und Fertigungen sind sehr genau, während wir beim Design viel freier sein können", verdeutlicht Rénier. "Es geht darum, mit Humor und Fantasie eine neue Seite von Van Cleef & Arpels zu zeigen, ohne den Blick auf das Erbe zu verlieren."

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