- Kategorie: Fachhandel
- Aufrufe: 127
Juwelier Wiesauer schlittert in die Pleite
Diamantbericht...„Über das Vermögen des protokollierten Einzelunternehmens Georg Wiesauer/A-8010 Graz wurde ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am Landesgericht für ZRS Graz eröffnet“, vermeldet der Kreditschutzverband von 1870. Die Fortführung des Unternehmens ist beabsichtigt. Das Erfordernis für den Sanierungsplan soll aus der laufenden operativen Tätigkeit erwirtschaftet werden. Insgesamt ist für die Restrukturierung des Unternehmens während des Sanierungsverfahrens eine Redimensionierung geplant.
Der Sanierungsplan sieht vor, dass die Insolvenzgläubiger eine Quote in Höhe von 30 Prozent ihrer Forderungen erhalten, davon 7,5 Prozent in bar, auszuschütten durch den Sanierungsverwalter binnen 14 Tagen ab rechtskräftiger Aufhebung des Sanierungsverfahrens und die verbleibenden 22,5 Prozent binnen 24 Monaten ab Annahme des Sanierungsplans.
Das Unternehmen wurde laut KSV über Jahrzehnte hinweg mit großem persönlichen Einsatz aufgebaut, „insbesondere der Großhandel, der sich im Laufe der Zeit zu einem umsatzstarken Geschäftsbereich entwickelte.“ Infolge der COVID-19-Pandemie und der zeitlich umfassenden Betretungsverbote im Einzelhandel sei die Nachfrage im Großhandel stark zurückgegangen und erst zeitlich verzögert wieder sukzessive angesprungen, wenngleich das bisherige Niveau im Großhandel bei weitem nicht mehr erreicht werden konnte. Daher war eine starke Kostenreduktion erforderlich. Der Betrieb hat sich in dieser Phase auf den eigenen Einzelhandel und die Werkstatt konzentriert. „Der kaufmännischen Sorgfalt entsprechend hat der Schuldner die nicht mehr benötigten angemieteten Geschäftsräume reduziert und es kam hinsichtlich der Kündigung bzw. der Rückstellung von Bestandsflächen zu Auffassungsunterschieden.“
Infolge dieser aktuellen Entwicklungen kann Wiesauer seine Zahlungsfähigkeit nicht weiter aufrechterhalten, weshalb das gegenständliche Sanierungsverfahren kurzfristig notwendig wurde, sagen die Kreditschützer.

